„Diese Gesellschaft ist insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluss an Waren produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie draußen ihre Opfer der Lebenschancen beraubt; obszön, weil sie sich und ihre Mülleimer vollstopft, während sie die kärglichen Lebensmittel in den Gebieten ihrer Aggression vergiftet und niederbrennt; obszön in den Worten und dem Lächeln der Politiker und Unterhalter; in ihren Gebeten, ihrer Ignoranz und in der Weisheit ihrer gehüteten Intellektuellen. […] Nicht das Bild einer nackten Frau, die ihre Schamhaare entblößt, ist obszön, sondern das eines Generals in vollem Wichs, der seine in einem Aggressionskrieg verdienten Orden zur Schau stellt;“

Versuch über die Befreiung (1969), Suhrkamp Verlag, S. 21 f.
"This society is obscene in producing and indecently exposing a stifling abundance of wares while depriving its victims abroad of the necessities of life; obscene in stuffing itself and its garbage cans while poisoning and burning the scarce foodstuffs in the fields of its aggression; obscene in the words and smiles of its politicians and entertainers; in its prayers, in its ignorance, and in the wisdom of its kept intellectuals. [...] Obscene is not the picture of a naked woman who exposes her pubic hair but that of a fully clad general who exposes his medals rewarded in a war of aggression;" - An Essay on Liberation. Boston: Beacon, 1969, pp. 7-8

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

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„Wenn die Bosheit die Vernunft auf ihrer Seite hat, wird sie stolz und stellt die Vernunft in ihrem ganzen Glanz zur Schau.“

—  Blaise Pascal französischer Mathematiker, Physiker und Literat (* 19. Juni 1623; † 19. August 1662) 1623 - 1662

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„Denn die schönste der Frauen // Ist die Polin zu schauen.“

—  Adam Mickiewicz polnischer Dichter der Romantik 1798 - 1855

Text zum Lied "Die drei Budrisse"
Original poln.: Bo nad wszystkich ziem branki, // Milsze Laszki kochanki.

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„Denn eben wo Begriffe fehlen, // Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, buch Faust. Eine Tragödie.

Faust I, Vers 1995 f. / Mephistopheles
Dramen, Faust. Eine Tragödie (1808)

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„Kommunisten und Nationalsozialisten stellten die mörderischsten Regime. Bei den Opfern des Kommunismus machen die Hungertoten nach stalinistischer oder maoistischer Zwangskollektivierung einen grossen Teil der Opfer aus.“

—  Erich Weede deutscher Politikwissenschaftler, Psychologe und Soziologe 1942

»Wie auf kapitalistischem Boden soziale Menschenrechte gedeihen«, Neue Zürcher Zeitung, 15./16. März 2008, Seite 33, nzz.ch http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wie_auf_kapitalistischem_boden_soziale_menschenrechte_gedeihen_1.689417.html

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„Schau mich nicht so an.“

—  Dorothy Parker US-amerikanische Schriftstellerin 1893 - 1967

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„Eine Gesellschaft, in der die Familien mit Kindern Gefahr laufen, unter die Armutsgrenze zu rutschen, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus“

—  Franz König österreichischer Kardinal und Erzbischof 1905 - 2004

bei der Gründung des Katholischen Familienverband Österreichs (KFÖ) im September 1953, Stephanscom.at http://stephanscom.at/artikel/articles/2009/07/13/a16959

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„Konsequenz und eine begründete Weltsicht stellten in den intellektuellen Scharmützeln, die in der zerschnipselten Zeit der Massenmedien aufflackerten, nur Ballast dar […].“

—  Haruki Murakami, buch Mister Aufziehvogel

Mister Aufziehvogel. Übersetzer: Giovanni Bandini. btb Verlag, 8. Auflage, Dezember 2000, ISBN 978-3-442-72668-4, S. 99
Zitate, Mister Aufziehvogel

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„Wo Liebe und Weisheit sind, gibt es keine Furcht oder Ignoranz.“

—  Franz von Assisi Ordensgründer und Heiliger der römisch-katholischen Kirche 1182 - 1226

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„Wir können nicht dem Konsum der Gegenwart opfern, was die Lebenschancen und Lebensnotwendigkeiten der kommenden Generation benötigen.“

—  Franz-Josef Strauß deutscher Politiker (CSU), MdL, MdB, MdEP 1915 - 1988

Vilshofener Aschermittwochsrede 1964, ACSP, NL Strauß Slg. Kray RA 64/5 https://www.fjs.de/fileadmin/user_upload/FJS/Documents/parteivorsitzender/NLStraussSlg.Kray_RA64_5.pdf, S. 33

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„Frauen und Männer sind Opfer ihrer Rollen – aber Frauen sind noch die Opfer der Opfer.“

—  Alice Schwarzer deutsche Publizistin und Frauenrechtlerin 1942

„Der kleine Unterschied“, Fischer, 1975, ISBN 3-596-21805-5, Seite 180

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„Ich möchte auf die Fortschritte schauen.“

—  Thomas Hitzlsperger deutscher Fußballspieler 1982

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/thomas-hitzlsperger-ueber-sein-bundesverdienstkreuz-16981494.html

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„Reden wir nicht über sie, schau und geh deinen Weg.“

—  Dante Alighieri italienischer Dichter und Philosoph 1265 - 1321

Die Göttliche Komödie, Inferno III, 51
Original ital.: "Non ragioniam di lor, ma guarda e passa."
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„Warum nehmen wir das Schauen an??“

—  Pablo Picasso spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer 1881 - 1973

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