„Die Worte der Sprache sind wenig geeignet zur Mitteilung, weil Worte Erinnerungen sind und niemals zwei Menschen die gleichen Erinnerungen haben. Die Worte der Sprache sind wenig geeignet zur Erkenntnis, weil jedes einzelne Wort umschwebt ist von den Nebentönen seiner Geschichte. Die Worte der Sprache sind endlich ungeeignet zum Eindringen in das Wesen der Wirklichkeit, weil die Worte nur Erinnerungszeichen sind für die Empfindungen unserer Sinne und weil diese Sinne Zufallssinne sind, […].“

Beiträge zu einer Kritik der Sprache, Dritter Band: Zur Grammatik und Logik, J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin 1902, S. 650,
Beiträge zu einer Kritik der Sprache, Band 3: Zur Grammatik und Logik

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte
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deutschsprachiger Philosoph und Schriftsteller 1849 - 1923

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„In jeder Sprache sitzen andere Augen in den Wörtern.“

—  Herta Müller, buch Heimat ist das, was gesprochen wird

Heimat ist das, was gesprochen wird. Gollenstein Verlag, Rede an die Abiturienten des Jahres 2001. ISBN 3-938823-65-8, S. 15, (2. Auflage: 2009).

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„Die Griechen haben nur ein und dasselbe Wort, Logos, um Sprache und Vernunft zu bedeuten.“

—  Thomas Hobbes englischer Mathematiker, Staatstheoretiker und Philosoph 1588 - 1679

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„Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten.“

—  Marie von Ebner-Eschenbach österreichische Schriftstellerin 1830 - 1916

Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 22
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„Aphorismus — ein Wort in Sinn getaucht.“

—  Elazar Benyoëtz israelischer Aphoristiker 1937

Treffpunkt Scheideweg. München: Carl Hanser, 1990, S. 128, ISBN 3-446-15838-3

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„Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht.“

—  Ingeborg Bachmann österreichische Schriftstellerin 1926 - 1973

Frankfurter Vorlesungen »Über Fragen zeitgenössischer Lyrik«. I: Figuren und Scheinfragen. 1959. In: Werke Band 4 (Essays usw.). Piper 1978, S. 185 books.google http://books.google.de/books?id=mOUIAQAAIAAJ&q=waffen

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„Das Wort ist nur der Körper von unsern innern Empfindungen.“

—  Philipp Otto Runge deutscher Maler der Romantik 1777 - 1810

An Pauline Bassenge, April 1803

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„Er war ein Landesvater im besten Sinn dieses großen Wortes.“

—  Günther Oettinger deutscher Politiker, MdL, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, EU-Kommissar 1953

über Hans Filbinger bei der Trauerfeier, Spiegel online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,476722,00.html, 11. April 2007

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„Zufall ist ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursache existieren.“

—  Voltaire Autor der französischen und europäischen Aufklärung 1694 - 1778

Philosophisches Taschenwörterbuch, Bd. 6, Philosophie, Sektion IV.
Original franz.: "Le hasard est un mot vide de sens; rien ne peut exister sans cause."
Philosophisches Taschenwörterbuch

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Citát „Höfliche Worte vermögen viel und kosten wenig.“
Citát „Schöne Worte helfen viel und kosten wenig.“
Citát „Was liegt alles in den wenigen Worten: sein eigener Herr sein!“
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„Was liegt alles in den wenigen Worten: sein eigener Herr sein!“

—  Wilhelm Raabe deutscher Prosaautor 1831 - 1910

Der Hungerpastor, 26. Kapitel, S. 533, ,
Der Hungerpastor (1863)

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