„‎Gelähmt schon vom Morgengrauen, treibt ein Bündel Elend, im Augenblick des Auslaufs gekentert sein Schiff mit dem Namen 'Abenteuer des Tages', in den Wassern des Vormittags, kommt zum Bewußtsein nicht einmal der Stille des Mittags und liegt, von der Zwischenzeit zu schweigen, am Ende, an eben der Stelle, von welcher unser Held 'in aller Herrgottsfrühe' eigentlich hätte aufbrechen sollen, fest in der Nacht - und auch die Wörter und Bilder, sein Scheitern am Tag weiterzugeben, gibt es nicht, es sei denn die schalgewordenen und ausgeschöpften Allegorien wie gerade eben."

Peter Handke: Versuch über den geglückten Tag. Ein Wintertagtraum. Frankfurt am Main 1991, S. 32.“

—  Peter Handke, Versuch über den geglückten Tag : ein Wintertagtraum
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österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Regisseur 1942
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„Die Tage werden unterschieden, aber die Nacht hat einen einzigen Namen.“

—  Elias Canetti deutschsprachiger Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger 1905 - 1994
Die Provinz des Menschen : Aufzeichnungen 1942–1972. München: Hanser, 1973, S. 11 ISBN 3-446-11771-7

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„Und eh' der Tag, der eben jetzt am Himmel // Verhängnißvoll heranbricht, untergeht, // Muß ein entschedent Loos gefallen seyn.“

—  Friedrich Schiller deutscher Dichter, Philosoph und Historiker 1759 - 1805
Die Piccolomini, V, 2 / Octavio Piccolomini

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„Der Tag war vergangen, wie eben die Tage so vergehen; ich hatte ihn herumgebracht, hatte ihn sanft umgebracht.“

—  Hermann Hesse deutschsprachiger Schriftsteller 1877 - 1962
Der Steppenwolf, Suhrkamp Taschenbuch 175. 1974, Seite 29.

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„Die schönen Tage in Aranjuez // Sind nun zu Ende.“

—  Friedrich Schiller deutscher Dichter, Philosoph und Historiker 1759 - 1805
Don Carlos I,1 / Domingo

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„Überall war heller Tag, nur hier war es Nacht, nein, mehr als Nacht.“

—  Plinius d.J. römischer Senator und Schriftsteller 61 - 113
Epistulae VI,16

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„Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!“

—  Jeremias Gotthelf Schweizer Schriftsteller und Pfarrer 1797 - 1854
Die Käserei in der Vehfreude. Aus: Schriften. Neue wohlfeile Ausgabe. 20. Band. Berlin: Springer, 1861. S. 210. Google Books

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„Hat denn der Tag kein Ende? Amor non patitur moras; Liebe leidet kein Zögern.“

—  Robert Burton englischer Schriftsteller und anglikanischer Geistlicher und Gelehrter 1577 - 1640
Robert Burton: Die Anatomie der Melancholie (orig. The Anatomy of Melancholy, 1621), aus dem Englischen übersetzt von Werner v. Koeppenfels nach der Ausgabe letzter Hand, Oxford 1651, 3. Auflage, Mainz 2001, ISBN 3-87162-007-6, S.300

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„Verpfuschte Tage soll man vorüberschlafen.“

—  Friedrich Torberg österreichischer Schriftsteller und Journalist 1908 - 1979
Der Schüler Gerber, S. 18

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