„‎Gelähmt schon vom Morgengrauen, treibt ein Bündel Elend, im Augenblick des Auslaufs gekentert sein Schiff mit dem Namen 'Abenteuer des Tages', in den Wassern des Vormittags, kommt zum Bewußtsein nicht einmal der Stille des Mittags und liegt, von der Zwischenzeit zu schweigen, am Ende, an eben der Stelle, von welcher unser Held 'in aller Herrgottsfrühe' eigentlich hätte aufbrechen sollen, fest in der Nacht - und auch die Wörter und Bilder, sein Scheitern am Tag weiterzugeben, gibt es nicht, es sei denn die schalgewordenen und ausgeschöpften Allegorien wie gerade eben."

Peter Handke: Versuch über den geglückten Tag. Ein Wintertagtraum. Frankfurt am Main 1991, S. 32.“

Versuch über den geglückten Tag : ein Wintertagtraum

Letzte Aktualisierung 22. Mai 2020. Geschichte
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österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Regisseur 1942

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„Die Tage werden unterschieden, aber die Nacht hat einen einzigen Namen.“

—  Elias Canetti deutschsprachiger Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger 1905 - 1994

Die Provinz des Menschen : Aufzeichnungen 1942–1972. München: Hanser, 1973, S. 11 ISBN 3-446-11771-7

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„Die schönen Tage in Aranjuez // sind nun zu Ende.“

—  Friedrich Schiller deutscher Dichter, Philosoph und Historiker 1759 - 1805

Dom Karlos I, 1 / Domingo, S. 3 http://www.deutschestextarchiv.de/schiller_domkarlos_1787/13
Dom Karlos (1787)

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Citát „Frauen sind schön im Licht des Tages, aber noch schöner im Schatten der Nacht.“
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„Wir erinnern uns nicht an Tage, wir erinnern uns an Augenblicke.“

—  Cesare Pavese italienischer Schriftsteller und Übersetzer 1908 - 1950

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—  Ludwig Uhland Dichter, Literaturwissenschaftler und Landtagsabgeordneter 1787 - 1862

Frühlingsglaube. Aus: Gedichte. Wohlfeile Ausgabe. 3. Auflage. Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1854. S. 35
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Citát „Die Menschen lieben die Dämmerung mehr als den hellen Tag, und eben in der Dämmerung erscheinen die Gespenster.“
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„Es singen die Wasser im Schlafe noch fort // Vom Tage, // Vom heute gewesenen Tage.“

—  Eduard Mörike deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer 1804 - 1875

Um Mitternacht. In: Gedichte, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen 1838, S. 236, DTA http://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/252

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„Abend wird's, des Tages Stimmen schweigen.“

—  Theodor Körner deutscher Schriftsteller 1791 - 1813

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