„Doch am meisten von allem lernte er, als der Sommer sich neigte, den Müßiggang zu lieben, Müßiggang nicht mehr als Strecken der Freiheit, die heimlich hier und da unfreiwilliger Arbeit abgeknapst wurden, gestohlene Augenblicke der Freude, wenn er mit von den Fingern baumelnder Gabel vor einem Blumenbeet auf der Fersen hockte, nein, Müßiggang als Hingabe seiner selbst an die Zeit, eine Zeit, die langsam wie Öl von Horizont zu Horizont über das Angesicht der Welt floß, die seinen Leib überspülte, in seinen Achselhöhlen und Leisen kreiste, die seine Augenlider bewegte. Er war weder erfreut noch verärgert, wenn es zu arbeiten galt, es war dasselbe.“

Life and Times of Michael K

Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

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„Müßiggang ist die Mutter der Philosophie.“

—  Thomas Hobbes englischer Mathematiker, Staatstheoretiker und Philosoph 1588 - 1679

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„Müßiggang ist der Feind der Seele.“

—  Anselm von Canterbury Theologe und Philosoph des Mittelalters 1033 - 1109

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„Müßiggang ist der Seele Feind.“

—  Benedikt von Nursia, buch Regula Benedicti

RB, 48, 1
Original lat.: "Otiositas inimica est animae, [...]"
Regula Benedicti (RB), um 540

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„Müßiggang ist aller Laster Anfang.“

—  Georg Büchner, Leonce und Lena

Leonce und Lena I, 1 / Leonce, S. 114, [buechner_werke_1879/310]
Leonce und Lena (1836)

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„Schreiben ist geschäftiger Müßiggang.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

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„Solange der Ackerbau geehrt wurde, gab es weder Elend noch Müßiggang, und es gab weit weniger Laster.“

—  Jean Jacques Rousseau französischsprachiger Schriftsteller 1712 - 1778

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„Langweiliger Besuch macht Zeit und Zimmer enger: // O Himmel, schütze mich vor jedem Müßiggänger!“

—  Friedrich von Hagedorn deutscher Dichter 1708 - 1754

Wunsch. Aus: Moralische Gedichte. Zweyte, vermehrte Ausgabe. Hamburg: Bohn, 1753. S. 247.

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„Sorgt, dass nicht so viele vom Müßiggang leben!“

—  Thomas Morus, buch Utopia

Utopia. a.a.O., S. 31.
engl.: "leave fewer occasions to idleness."

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„Es ist interessant, dass die meisten österreichischen Dichter früher Beamte waren - ja, Müßiggang ist aller Laster Anfang!“

—  Daniel Spitzer österreichischer Schriftsteller, Satiriker und Feuilletonist, Jurist 1835 - 1893

1. Januar 1881, Ausstellungstext der Wiener Stadtbibliothek http://www.stadtbibliothek.wien.at/ausstellungen/1993/wa-227/doc-Daniel-2-de.htm

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„Eine gewisse Anzahl von Müßiggängern ist notwendig zur Entwicklung einer höheren Kultur.“

—  Miguel de Unamuno spanischer Philosoph 1864 - 1936

Plädoyer des Müßiggangs. Ausgewählt und aus dem Spanischen übersetzt von Erna Pfeiffer, Literaturverlag Droschl Graz - Wien, 2. Auflage 1996, ISBN 3-85420-442-6, S. 19

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„Müßiggang und Hochmut belasten mit schwererer Hand als Könige und Parlamente;“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

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„Wenn ich nicht im Grunde ein sehr arbeitsamer Mensch wäre, wie wäre ich je auf die Idee gekommen, Loblieder und Theorien des Müßiggangs auszudenken. Die geborenen, die genialen Müßiggänger tun dergleichen nie.“

—  Hermann Hesse deutschsprachiger Schriftsteller 1877 - 1962

Die Kunst des Müßiggangs, Vorwort S.5 geschr. 1928, Vierte Auflage, Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1976

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„Öl und Arbeit habe ich vergeudet.“

—  Plautus, Poenulus

Poenulus (Der junge Punier), 332, I.ii / die Magd (gemeint ist: "Alles war für die Katz")

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„Der Himmel gibt eine Gelegenheit nicht zweimal. Die Zeit verweilt nicht lang, ein geschickter Arbeiter braucht seine Arbeit nicht zu wiederholen. Es kommt alles auf den rechten Augenblick an.“

—  Lü Bu We chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph -291

Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 186/187
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„Lebensweltorientierte Soziale Arbeit agiert im Horizont der radikalen Frage nach dem Sinn und der Effizienz sozialer Hilfen aus der Perspektive ihrer Adressat/innen.“

—  Hans Thiersch deutscher Pädagoge, Professor für Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik 1935

Thiersch/Grundwald: Praxis Lebensweltorientierter Arbeit. Weinheim, 2002, S. 129. ISBN 978-3-7799-1002-2

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