Zitate von Christian Kracht

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Christian Kracht

Wir wissen nicht, die Identität dieses Autors zu überprüfen, kann es nicht eine berühmte Person können.

Christian Kracht - uns fehlt eine genauere Beschreibung des Autors.

Zitate Christian Kracht

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„Das hat mich nicht traurig gemacht, damals, aber irgendwie hat es das doch. Ich weiß auch nicht wieso.“ Faserland

„[... ] Und ich weiß heute noch, wie der Kuss schmeckte, nämlich nach Wein und nach Honig.“ Faserland


„Ich habe Angst vor dieser Erscheinung, aber wenn man viel trinkt, dann geht das
schon wieder weg.“
Faserland

„Also zahle ich dem Taxifahrer seinen Fahrpreis und gebe ihm noch ein dickes Trinkgeld, damit er in Zukunft weiß, wer der Feind ist.“ Faserland

„Wie man weiß, gibt es ja nichts auf der ganzen Welt, das langweiliger ist, als Sport zu machen, und wenn etwas noch langweiliger ist, dann natürlich Sportlern bei der Ausübung ihrer langweiligen Sportarten zuzusehen.“ Der gelbe Bleistift

„Weil es so glamourös ist, das Herumstreunen an seltsamen Orten, wo einen absolut keiner kennt.“ Faserland

„Isabella Rosselini ist die schönste Frau der Welt. Das klingt so platt, aber es ist doch wahr. Das ist sogar tausendprozentig wahr. Und das schönste an ihr ist die Nase. Die kann man gar nicht beschreiben, selbst wenn man wollte. Ich jedenfalls möchte mit Isabella Rosselini Kinder haben, richtige kleine Schönheiten, mit einer Schleife im Haar, egal ob sie Mädchen oder Jungen wären, und allen Kindern die wir zusammen hätten, müßte vorne ein kleines Stückchen des Schneidezahns fehlen, genau wie bei ihrer Mutter.
Wir würden alle auf einer Insel wohnen, aber nicht auf einer Südseeinsel oder so ein Dreck, sondern auf den Äußeren Hebriden oder auf den Kerguelen, jedenfalls auf so einer Insel, wo es ständig windet und stürmt und wo man im Winter gar nicht vor die Tür gehen kann, weil es so kalt ist. Isabella und die Kinder und ich würden dann zu Hause sitzen, und wir würden alle Fischerpullover tragen und Anoraks, weil ja auch die die Heizung nicht richtig funktionieren würde, und wir würden zusammen Bücher lesen, und ab und zu würden Isabella und ich uns ansehen und lächeln.
Und nachts würden wir beide im Bett liegen, die Kinder im Nebenzimmer, und wir würden auf ihr gleichmäßiges Atmen hören, leicht gedämpft, weil die Kinder immer einen Schnupfen haben, wegen dem Wetter, und dann würde ich mit meinen Händen Isas Beine anfassen und ihren Bauch und ihre Nase. Ich habe schon viele Filme gesehen, da war Isabella nackt, und Nigel hat zum Beispiel immer gesagt, sie hätte einen erschreckend häßlichen Körper, aber ihr Körper ist nicht häßlich, sondern nur nicht perfekt, und sie weiß das, und deswegen liebe ich sie.“
Faserland

„In Hamburg sind alle Mädchen barbourgrün, in Berlin ziehen sie sich betont schlecht an, damit sie so aussehen wie Künstler, und in München haben die Mädchen wegen dem Föhn so ein seltsames inneres Leuchten. Aber in Frankfurt, da sind die Mädchen einfach lässig.“ Faserland


„Yes, indeed, the coconut—the delectable thought now revealed itself to him—was in truth the theosophical grail! The open shell with the meat and the sweet milk within was thus not just a symbol for, but in actual fact the body and blood of Christ.“ Imperium: A Fiction of the South Seas

„In sich sind diese Sachen ja garnicht merkwürdig, aber wenn das alles so zusammen passiert, dann bekomme ich immer so eine halbwache Vorahnung von, naja, etwas Kommendem, etwas Dunklem. Nicht, dass mir das Angst machen würde, dieses Nahende, aber es ist auch nicht angenehm. Auf jeden Fall ist es gut versteckt. Ich habe das noch niemandem erzählt, deswegen kann ich es auch nicht besser erklären. Es liegt hinter den Dingen, hinter den Schatten, hinter den großen Bäumen, deren Zweige fast den See berühren, es es fliegt hinter den dunklen Vögeln am Himmel her.“ Faserland

„Das Geräusch des Windes, der durch die Büsche weht, und auch dieses leise Klicken der Eiswürfel in unseren Gläsern machen mich ganz ruhig, fast sogar ein bisschen schläfrig. Ich denke daran, dass ich früher auch oft am See gesessen habe und dass ich diese Stunde, in der das Licht nachlässt und man aufnahmefähiger wird für ganz komische Dinge, wunderbar finde. Wenn man so sitzt und nachdenkt und ein bisschen trinkt, dann wird man empfänglich für Schatten oder für Vögel, die am Himmel über dem See kreisen.“ Faserland

„Das ist natürlich etwas schwierig zu erklären, aber es ist ein bisschen so, als finde man seinen Platz in der Welt. Es ist kein Sog mehr, kein Ohnmächtigwerden angesichts des Lebens, das neben einem so abläuft, sondern ein Stillsein. Ja, genau das ist es: Ein Stillsein. Die Stille.“ Faserland


„Dann zünde ich mir eine Zigarette an und denke daran, daß ich Partys hasse, auf denen es Prosecco gibt, weil Prosecco weder Wein ist noch Champagner, sondern nur so ein blödes Zwischending, das eigentlich gar keine Existenzberechtigung hat.“ Faserland

„Es gibt so Momente, in denen ich alles genau verstehe, [... ] und dann plötzlich entgleitet mir wieder alles.“ Faserland

„Ich denke daran, [... ] daß ich diese Stunde, in der das Licht nachläßt und man aufnahmefähiger wird für ganz komische Dinge, wunderbar finde. Wenn man so sitzt und nachdenkt und ein bißchen trinkt, dann wird man empfänglich für Schatten oder für Vögel, die am Himmel über den See kreisen.“ Faserland

„Ab da höre ich nicht mehr zu, weil mir plötzlich dieser Geruch der Holzbohlen und des Meeres in die Nase steigt, und ich denke daran, wie ich als kleines Kind immer hierher gekommen bin, und beim ersten Tag [... ] war das immer der schönste Geruch: Wenn man das Meer lange nicht gesehen hatte und sich riesig darauf freute und die Holzbohlen durch die Sonnenstrahlen so einen warmen Duft ausgeströmt haben. Das war ein freundlicher Geruch, irgendwie verheißungsvoll und, na ja, warm. Jetzt riecht es wieder so, und ich merke, wie ich fast ein bisschen heulen muss, also zünde ich mir schnell eine Zigarette an und fahre mit mit dem Ärmel meines [... ] Mantels über die Stirn.“ Faserland