„oder um mit Vijñânabhikṣu zu reden: »Wenn jemand das Wesen des Selbstes, ohne es ganz vollständig zu kennen, lehrte, so würde er hinsichtlich dieses oder jenes Teiles wegen des eigenen Irrtums wiederum seinen Schüler in Irrtum versetzen, dieser wieder einen anderen und so fort; auf diese Weise würde eine Tradition entstehen, die einer Reihe von sich gegenseitig führenden Blinden vergleichbar wäre(andha-paraṃparâ).“
Die Samkhya-Philosophie, I. Allgemeines, 2. Die Aufgabe des Systems. Leipzig 2. Auflage 1917. S. 199f. zeno.org http://www.zeno.org/nid/20009169229 und archive.org http://archive.org/stream/diesmkhyaphilos01garbgoog#page/n215/mode/2up mit Hinweis auf Paul Deussen: Sechzig Upanishad's des Veda. S. 272 books.google http://books.google.de/books?id=w4JIAAAAMAAJ&q=blinde: In des Nichtwissens Tiefe hin sich windend,// Sich selbst als Weise, als Gelehrte wähnend,// So laufen ziellos hin und her die Toren,// Wie Blinde, die ein selbst auch Blinder anführt.
Ähnliche Zitate
Friedrich Rückert (1788–1866) deutscher Dichter, Übersetzer und Orientalist
Gesammelte Gedichte, Bd. II (Erlangen 1836), S. 408
Albert Einstein buch Mein Weltbild
"Wie ich die Welt sehe", Living Philosophies, Bd. 13, New York 1931, in: Carl Seelig (Hrsg.): "Albert Einstein. Mein Weltbild", Ullstein Verlag, Ulm 2005, ISBN 3548367283, Seite 11
Weitere
„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“
Friedrich Nietzsche buch Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert
Sprüche und Pfeile, 33. http://www.nietzschesource.org/#eKGWB/GD-Sprueche-33:
Götzen-Dämmerung
Quelle: Twilight of the Idols
„Irrtümer hören nicht auf, Irrtümer zu sein, weil sie zur Mode werden.“
Gilbert Keith Chesterton (1874–1936) englischer Schriftsteller
„Geirrt zu haben ist menschlich, und einen Irrtum einzugestehen ist Kennzeichen eines Weisen.“
Hieronymus (345–420) Kirchenvater, Heiliger, Gelehrter und Theologe der alten Kirche
Briefe
Original lat.: "Erravisse humanum est, et confiteri errorem prudentis."
Henrik Ibsen (1828–1906) norwegischer Schriftsteller
Brief an Georg Brandes, 4. April 1872. Zitiert in: Josef Wiehr: Hebbel und Ibsen in ihren Anschauungen verglichen. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1908. S. 34.
"al udvikling har hidtil ikke været andet end en slingren fra den ene vildfarelse over i den anden." - http://ibsen.uio.no/BREV_1871-1879ht%7CB18720404GB.xhtml