„Wenn ich nur ein Telephon habe, der Wald 
wird sich finden! Ohne Telephon kann man nur 
deshalb nicht leben, weil es das Telephon gibt. 
Ohne Wald wird man nicht leben können, auch
wenn's längst keinen Wald mehr geben wird. Dies
gilt für die Menschheit. Wer über ihren Idealen
lebt, wird doch ein Sklave ihrer Bedürfnisse sein
und leichter Ersatz für den Wald als für das
Telephon finden. Die Phantasie hat ein Surrogat
an der Technik gefunden; die Technik ist ein
Surrogat, für das es keines gibt. Die Andern, die
nicht den Wald, wohl aber das Telephon in sich
haben, werden daran verarmen, daß es außen keine Wälder gibt. Die gibt es nicht, weil es innen und außen Telephone gibt. Aber weil es sie gibt, kann man ohne sie nicht leben. Denn die technischen Dinge hängen mit dein Geist so zusammen, daß eine Leere entsteht, weil sie da sind, und ein Vakuum, wenn sie nicht da sind. Was sich innerhalb der Zeit begibt, ist das unentbehrliche Nichts.“

—  Karl Kraus

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Karl Kraus80
österreichischer Schriftsteller 1874 - 1936

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Citát „Es gibt Menschen, die gehen in den Wald und finden doch kein Holz.“
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„Es gibt Menschen, die gehen in den Wald und finden doch kein Holz.“

—  Dschingis Khan Khan der Mongolen, der weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte 1162 - 1227

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„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben.“

—  Henry David Thoreau US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph (1817-1862) 1817 - 1862

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„Der Wald ist Heiligtum.“

—  Ernst Jünger deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

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„Wald ist mehr als die Summe der Bäume.“

—  Horst Stern deutscher Journalist, Filmemacher und Schriftsteller 1922 - 2019

Horst Stern, Unerledigte Einsichten - Der Journalist und Schriftsteller Horst Stern (= Beiträge zur Medienästhetik und Mediengeschichte. Nr. 4). Lit Verlag, Hamburg 1997, ISBN 3-8258-3397-6, S. 269

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„Die Schaffung von tausend Wäldern ist in einer Eichel.“

—  Ralph Waldo Emerson US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller 1803 - 1882

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„Sie sehn den Wald vor lauter Bäumen nicht.“

—  Christoph Martin Wieland, Musarion

Musarion, oder Die Philosophie der Grazien. Zweytes Buch. Leipzig: Weidmann, 1768. S. 51 http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Image%3AMusarion_%28Wieland%29.djvu&page=51

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—  Francesco Petrarca italienischer Dichter und Geschichtsschreiber 1304 - 1374

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„Die Wälder sind der Länder höchste Zierde.“

—  Gottlob König deutscher Forstwissenschaftler 1779 - 1849

Die Waldpflege, III. Lieblichkeitspflege der Waldungen. § 249. Beweggründe. Gotha: Becker, 1849. S. 300.

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„Durch die Wälder, durch die Auen // Zog ich leichten Sinns dahin.“

—  Johann Friedrich Kind deutscher Schriftsteller 1768 - 1843

Der Freischütz, I, 4 (Max). Leipzig: Reclam, o. J., S. 45 zeno.org http://www.zeno.org/Literatur/M/Kind,+Johann+Friedrich/Libretto/Der+Freisch%C3%BCtz/1.+Akt/4.+Auftritt

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„Wer hat dich, du schöner Wald, // Aufgebaut so hoch da droben?“

—  Joseph von Eichendorff bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik 1788 - 1857

Der Jäger Abschied, 1810. In: Joseph Freiherrn von Eichendorffs sämtliche poetische Werke, Dritte Auflage, Erster Band, C. F. Amelang's Verlag, Leipzig 1883, S. 124,

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—  Ralph Waldo Emerson US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller 1803 - 1882

Natur (Nature), zitiert nach der deutschen Übersetzung von Harald Kiczka, Zürich 1988, S. 16

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