„Die Welt war voll von Leuten, die ihren Weg wußten, die einen hierhin, die andern dorthin. Wo, in diesem System aus Sorgen und Freuden, war mein Platz? Ich empfand mich als das reichste und zugleich nutzloseste der Wesen. Wie war es nur möglich, daß Menschen bereit waren, zum Beispiel stundenlang die Säle des Luxembourg zu bewachen, oder im Senat vor sich hin zu dösen, oder in einem Ladenkontor Rechnungen zu schreiben? Was besagte diese Ordnung, die das Leben abtötete? Denn allein die Tatsache 'Leben' ist bedrückend, und man gewöhnt sich daran wohl nur, indem man sich mit idiotischen Beschäftigungen überhäuft. Ich aber war von meinem bloßen Dasein erschöpft.“

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„... man kämpfte ums Überleben, und im Gehirn eines Wesens, das um sein Leben kämpft, hat die Vernunft keinen Platz.“

—  Terry Brooks US-amerikanischer Schriftsteller 1944
Das Schwert von Shannara. München, 2000. Übersetzer: Tony Westermayr. ISBN 3442249740

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„Nur wer seine Rechnungen nicht bezahlt, darf hoffen, im Gedächtnis der Kaufleute weiterzuleben.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900
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„Ich bin in meinem Leben nie so heiter gewesen, als jetzt, da ich an der 'Totenmesse' schreibe.“

—  Richard Wetz deutscher Komponist, Kapellmeister und Musikpädagoge 1875 - 1935
über sein Requiem h-Moll op. 50, Brief vom 9. Januar 1924

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„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“

—  Loriot deutscher Humorist 1923 - 2011
Sehr verehrte Damen und Herren..., Diogenes Verlag, Zürich 2005 ISBN 3-257-06451-9

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„Das Ziel ist, möglichst vielen Leuten das Leben zu retten, dabei aber nur eine Person, die Wurzel des Übels, zu töten.“

—  Yagyū Munenori Samurai; Schwertmeister 1571 - 1646
Thomas Cleary: The Japanese Art of War, Shambhala, Berlin 2001, ISBN-10: 1590302451; ISBN-13: 978-1590302453

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„Aber wer bewacht die Bewacher?“

—  Juvenal römischer Satirendichter 58 - 140
Satiren (Satirae, Satyrae) VI, 347f

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