Zitate von Wolfram von Eschenbach

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Wolfram von Eschenbach

Geburtstag: 1170
Todesdatum: 1220

Wolfram von Eschenbach war ein deutschsprachiger Dichter. Die mittelhochdeutsche Literatur verdankt ihm mehrere epische Werke. Ebenso verfasste er als Minnesänger lyrische Dichtungen. Als sein berühmtestes Werk gilt der Versroman Parzival.

Zitate Wolfram von Eschenbach

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„Heilung bedeutet, daß der Mensch erfährt, was ihn trägt, wenn alles andere aufhört, ihn zu tragen.“

„Die Lieb’ hat Freude wie Beschwer.
Wer der Liebe Freud und Qualen
legt’ in verschiedne Waagschalen,
hielt er ewig sich am Wägen,
sie blieben gleichschwer allerwegen.“


„Wer's tat und wer es tut
daß er bei seiner Liebsten ruht,
Aufpassern unverborgen,
der braucht sich nicht am Morgen
davonzustehlen.“

„Will Zweifel nah' dem Herzen bauen,
So muß die Seele bangend grauen.“

„Wem Zweifel an dem Herzen nagt,
dem ist der Seele Ruh’ versagt.“

„Hört auf den Rat einer Frau: Nehmt Rücksicht auf Gottes Geschöpfe. Ein Heide war der erste Mensch, den Gott machte.“

„Hat ein Herz getreue Sinne,
so wird’s nimmer frei von Minne,
sei's zur Wonne, sei’s zur Pein;
wahre Minn’ ist Treu allein.“

„Wessen Leben derart zu Ende geht, daß Gott die Seele nicht geraubt wird durch die Sündenschuld des Leibes, und wer die Gunst der Welt dennoch ehrenvoll zu bewahren versteht, der unterzieht sich einer nützlichen Mühe.“


„Die Tafelrunde ist entehrt,
wenn ihr ein Falscher angehört.“

„Man sagt, der Hölle Glut vermeidet,
wer Armut wegen Treue leidet.“

„Wer sein Leid will rächen
mit ungezähmtem Sprechen,
von dessen Lohne sei euch kund,
ihn richtet bald der eigne Mund.“

„Er richtete sich auf und fragte://`Oheim, was quält dich?´ - (orig: er riht sich ûf und sprach dô mêr // `œheim, waz wirret dir`?´) - Wolfram von Eschenbach: Parzival (um 1200), 795, 28 f., nach der Ausgabe Karl Lachmanns, ins Neuhochdeutsche übertragen von Dieter Kühn, Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-618-68007-4, 2. Band S.357“


„Jugend hat viel Herrlichkeit, // Alter Seufzen viel und Leid.“ Original: "jugent hât vil werdekeit, // daz alter siuften unde leit" - Parzival 5, 13 f.

„Ihr hättet Mitleid zeigen müssen // mit ihm, den Gott gezeichnet hat, // ihn nach den Leiden fragen müssen!“ Wolfram von Eschenbach: Parzival (um 1200), nach der Ausgabe Karl Lachmanns, ins Neuhochdeutsche übertragen von Dieter Kühn, Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-618-68007-4, 1. Band S.425

„Wenn das Herz mit Zweifeln lebt // so wird es für die Seele herb // Häßlich ist es und ist schön // wo der Sinn des Manns von Kraft // gemischt ist, farblich kontrastiert // gescheckt wie eine Elster.“ (orig.: Ist Zwîfel herzen nâchgebûr, // daz muoz der sêle werden sûr. // gesmæhet unde gezieret // ist, swâ sich parrieret // unverzaget mannes muot, // als agelstern varwe tuot) - Wolfram von Eschenbach: Parzival (um 1200), 1,1 ff., nach der Ausgabe Karl Lachmanns, ins Neuhochdeutsche übertragen von Dieter Kühn, Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-618-68007-4, S.11

„Wenn Zweifel Herzens Nachbar wird, // Die Seele sich in Leid verwirrt.“ Parzival

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