„Wenn Spengler in der Einleitung zu seinem Hauptwerk sagt: »Das Mittel, lebendige Formen zu erkennen, ist die Analogie«, so rührt er damit das Wesen der physiognomischen Methodik an. Durch den Analogieschluß läßt sich in der Tat viel erreichen, unter anderem die Erfassung und Ordnung historischer Figuren unter der bloßen Oberflächenähnlichkeit der zeitlichen Gewänder und ferner die Einsicht in noch bevorstehende Abläufe aus der Kenntnis der Periodizität heraus: als Voraussage. Hier gewinnt der physiognomische Instinkt des Hinzutretenden prophetische Kraft.“

Bearbeitet von Monnystr. Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte
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deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

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„Der Plan steckt überhaupt nicht im Material. … bedeutet … eine festgelegte Ordnung in der Anwendung der Mittel. Die Ordnung ist selbst weder eine Kraft, noch ein Teil der Materie, sondern bloß der Weg, den die Kräfte wandeln und die Form, welche der Materie aufgezwungen wird.“

—  Jakob Johann von Uexküll deutsch-baltischer Biologe und Philosoph 1864 - 1944

Bausteine zu einer biologischen Weltanschauung. München 1913, S. 45.
Bausteine zu einer biologischen Weltanschauung (1913)

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„Das Leben ist Ewiges und Zeitliches zugleich; das Ewige ist sein Wesen, das Zeitliche seine Form oder Bildung.“

—  Georg Anton Friedrich Ast deutscher klassischer Philologe 1778 - 1841

Das Wesen der Philosophie

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„Nur Ferne gewinnt dich dir selber zurück!“

—  Stefan Zweig österreichischer Schriftsteller 1881 - 1942

Hymnus an die Reise, in: Die gesammelten Gedichte, Insel-Verlag 1924, S. 39 books.google https://books.google.de/books?id=wC1cAAAAMAAJ&q=gewinnt; Lesung des Autors 1933 bei youtube https://www.youtube.com/watch?v=QK8hYf0sPbI

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„Ich bin fasziniert von der Kraft des Instinkts.“

—  Kurt Cobain US-amerikanischer Rockmusiker 1967 - 1994

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„Der Geist ist die Kraft, jedes Zeitliche ideal aufzufassen.“

—  Jacob Burckhardt Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Kunstgeschichtlichem 1818 - 1897

Weltgeschichtliche Betrachtungen

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„ein Ziel läßt sich nur erreichen, wenn das Mittel schon in der Farbe dieses Zieles gefärbt ist. Nie kommt man durch Gewalt zur Gewaltlosigkeit.“

—  Gustav Landauer Theoretiker und Aktivist des Anarchismus in Deutschland 1870 - 1919

Anarchistische Gedanken über Anarchismus. In: Die Zukunft, Hrsg. Maximilian Harden, 37. Band, Berlin, 26. Oktober 1901, S. 136,

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„Nicht das Ziel ist wichtig, sondern die Mittel es zu erreichen.“

—  Georges Braque französischer Maler 1882 - 1963

Der Tag und die Nacht, Aufzeichnungen

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„Starker Intellekt lässt den Instinkt verkümmern.“

—  Oswald Spengler deutscher Geschichtsphilosoph und Kulturhistoriker 1880 - 1936

Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

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„Wie der Mensch, so wandeln sich auch seine Formen. // Das Verhältnis der vielen Formen untereinander läßt uns die einzelne Form erkennen. […] Das Formlose, das Unendliche, die Null bleibt unfaßbar. Gott bleibt unfaßbar.“

—  August Macke deutscher Maler des Expressionismus, Mitglied der Gruppe "Der Blaue Reiter" 1887 - 1914

Die Masken. In: Der Sturm, Halbmonatsschrift für Kultur und die Künste, Hrsg. Herwarth Walden, Fünfter Jahrgang 1915, Nummer 23/24, UB Heidelberg https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/sturm1914_1915/0159

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„[…] es regnet viele Tropfen, ehe man Einsicht gewinnt, und Jahre vergehen, ehe man weise wird.“

—  Adalbert Stifter, buch Der Hochwald

"Der Hochwald, 1841, zitiert nach: Sammlung Hofenberg, Hrsg. Karl-Maria Guth, 4. Auflage, Verlag der Contumax GmbH & Co. KG, Berlin 2015, S. 51,

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„Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil es besser organisiert ist.“

—  Friedrich Nietzsche deutscher Philosoph und klassischer Philologe 1844 - 1900

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„Der Staat kann nicht blos Form sein; bloße Formen giebt es gar nicht.“

—  Heinrich von Treitschke deutscher Historiker, politischer Publizist und Politiker (NLP), MdR 1834 - 1896

Die Gesellschaftswissenschaft: ein kritischer Versuch. Leipzig: Hirzel, 1859, S. 74

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„Organisation ist ein Mittel, die Kräfte des einzelnen zu vervielfältigen.“

—  Peter Drucker US-amerikanischer Ökonom österreichischer Herkunft 1909 - 2005

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