„Nehmen wir an, Sie hätten einen freien Willen. Es wäre ein Wille, der von nichts abhinge: ein vollständig losgelöster, von allen ursächlichen Zusammenhängen freier Wille. Ein solcher Wille wäre ein aberwitziger, abstruser Wille. Seine Losgelöstheit nämlich würde bedeuten, dass er unabhängig wäre von ihrem Körper, ihrem Charakter, ihren Gedanken und Empfindungen, ihren Phantasien und Erinnerungen. Es wäre, mit anderen Worten, ein Wille ohne Zusammenhang mit all dem, was Sie zu einer bestimmten Person macht. In einem substantiellen Sinn des Wortes wäre er deshalb gar nicht Ihr Wille.“

Das Handwerk der Freiheit, Kap. 7, S. 230. München 2001. ISBN 3-596-15647-5

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

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„Ich wäre jämmerlich, wenn ich nicht sterben wollte. Dein Reich komme, Dein Wille geschehe.“

—  John Donne englischer Schriftsteller 1572 - 1631

Letzte Worte, 31. März 1631
Original engl.: "I were miserable if I might not die. Thy Kingdom come, Thy Will be done."

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„Herr, du weißt, was besser (für mich) ist: Mache es so oder so, wie du willst. Gib mir was du willst, wieviel du willst und wann du willst. […] Stelle mich, wohin du willst und tu mit mir in allem nach deinem Wohlgefallen.“

—  Thomas von Kempen Augustinermönch und Mystiker 1380 - 1471

Nachfolge Christi 3, 15, 2
Original lat.: "Domine, tu scis qualiter melius est (mihi): fac hoc vel illud sicut volueris. Da mihi quod vis et quantum vis et quando vis. […] Pone me ubi vis et liber age mecum in omnibus."

Citát „Der Wille bestimmt die Bewegung.“
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„Der Wille bestimmt die Bewegung.“

—  Oswald Spengler deutscher Geschichtsphilosoph und Kulturhistoriker 1880 - 1936

Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

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„Man muss den Willen für die Tat nehmen“

—  Jonathan Swift englisch-irischer Schriftsteller und Satiriker 1667 - 1745

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„Das, was Verantwortungsgefühl ist und als solches sehr ehrenwert wäre, ist im letzten Grunde Beamtengeist, Knabenhaftigkeit, vom Vater her gebrochener Wille.“

—  Franz Kafka österreichisch-tschechischer Schriftsteller 1883 - 1924

Tagebücher, 27. August 1916. In: Tagebücher 1910-1923, Hrsg. Max Brod, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3436023515, gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/tagebucher-19101923-9759/9
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„Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Willen.“

—  Novalis deutscher Dichter der Frühromantik 1772 - 1801

Neue Fragmente, 2076
Andere, Mathematische Fragmente, Neue Fragmente, Physicalische Fragmente, Teplitzer Fragmente

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„Was das Wollen selbst betrifft, so passt es nicht, es den Gegenstand des freien Willens zu nennen. Wir wollen handeln, richtig gesprochen, und wir wollen nicht wollen, sonst könnte man auch sagen, dass wir den Willen zu wollen haben wollen und dies ginge in's Endlose.“

—  Gottfried Wilhelm Leibniz deutscher Philosoph und Wissenschaftler 1646 - 1716

Die Theodicee, Abhandlung über die Güte Gottes, die Freiheit des Menschen und den Ursprung des Uebels, Erster Theil, Nr. 51
Original franz.: "Pour ce qui est de la volition même, c’est quelque chose d’impropre de dire qu’elle est un objet de la volonté libre. Nous voulons agir, à parler juste ; et nous ne voulons point vouloir ; autrement nous pourrions encore dire que nous voulons avoir la volonté de vouloir, et cela irait à l’infini."
Die Theodicee

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„Man führt Krieg entweder um des Gewinnes willen oder um der Gerechtigkeit willen.“

—  Lü Bu We chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph -291

Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 163

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„Wo ein Wille ist, ist auch ein Holzweg.“

—  André Brie deutscher Politiker, MdL, MdEP, inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit 1950

Die Wahrheit lügt in der Mitte. Am Anfang war das letzte Wort. Berlin, 1988. ISBN 3-359-00237-7

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„[Du]"Das können Sie halten wie Du willst."“

—  Herbert Wehner deutscher Politiker (KPD, SPD), MdL, MdB, MdEP 1906 - 1990

auf die Frage eines jungen Reporters: "Herr Wehner, ich bin neulich in die SPD eingetreten. Kann ich jetzt ,Du' zu Ihnen sagen?". Klaus Bölling: Die willfährigen Diener von Kamera und Glotze. Welt am Sonntag 31.12.2000, welt.de https://www.welt.de/print-wams/article619137/Die-willfaehrigen-Diener-von-Kamera-und-Glotze.html. Siehe auch Bölling in Süddeutsche Zeitung vom 01.03.2003 zitiert bei Perlentaucher/Heute in den Feuilletons, spiegel.de http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/heute-in-den-feuilletons-das-gefuehlte-europa-a-238371.html.

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