Zitate über Verhängnis

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema verhängnis.

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Till Lindemann Foto

„Geboren in Bedrängnis // und an eine Sau gelegt // den Zitzen zum Verhängnis // Milch in beiden Ohren // So offen Ärgernis erregt // Gealtert in Vergängnis // Tod sei dank nicht neugeboren.“
Geboren in Bedrängnis // und an eine Sau gelegt // den Zitzen zum Verhängnis // Milch in beiden Ohren // So offen Ärgernis erregt // Gealtert in Vergängnis // Tod sei dank nicht neugeboren.

—  Till Lindemann, buch Messer

Messer (Till Lindemann et al.), Eichborn, 2005, ISBN 382180730X

William Shakespeare Foto

„Zu früh, befürcht ich; denn mein Herz erbangt
Und ahnet ein Verhängnis, welches, noch
Verborgen in den Sternen, heute Nacht
Bei dieser Lustbarkeit den furchtbarn Zeitlauf
Beginnen und das Ziel des läst'gen Lebens,
Das meine Brust verschließt, mir kürzen wird
Durch irgendeinen Frevel frühen Todes.
Doch er, der mir zur Fahrt das Steuer lenkt,
Richt' auch mein Segel!“

Zu früh, befürcht ich; denn mein Herz erbangt Und ahnet ein Verhängnis, welches, noch Verborgen in den Sternen, heute Nacht Bei dieser Lustbarkeit den furchtbarn Zeitlauf Beginnen und das Ziel des läst'gen Lebens, Das meine Brust verschließt, mir kürzen wird Durch irgendeinen Frevel frühen Todes. Doch er, der mir zur Fahrt das Steuer lenkt, Richt' auch mein Segel!

—  William Shakespeare, buch Romeo und Julia

Romeo and Juliet, Act I, Scene 4

Frank Wedekind Foto

„Dieses ewige Beinahe, das ist das Verhängnis, das Charakteristische meiner Natur. Ich war beinah verheiratet, wäre beinahe Schauspieler geworden, bin beinahe ein geschätzter Schriftsteller und verdiene beinahe eine Unmenge Geld. Mit diesem Beinahe hat man aber nicht viel Glück, am wenigsten bei Frauen, die in ihrem berechtigten Realismus wenig Empfänglichkeit für das Beinahe haben.“
Dieses ewige Beinahe, das ist das Verhängnis, das Charakteristische meiner Natur. Ich war beinah verheiratet, wäre beinahe Schauspieler geworden, bin beinahe ein geschätzter Schriftsteller und verdiene beinahe eine Unmenge Geld. Mit diesem Beinahe hat man aber nicht viel Glück, am wenigsten bei Frauen, die in ihrem berechtigten Realismus wenig Empfänglichkeit für das Beinahe haben.

—  Frank Wedekind deutscher Schriftsteller und Schauspieler 1864 - 1918

Brief an K. Martens, 26. Dezember 1899
Briefe

Wilhelm Busch Foto

„Gar manches ist vorherbestimmt; // Das Schicksal führt ihn in Bedrängnis; // Doch wie er sich dabei benimmt, // Ist seine Schuld und nicht Verhängnis.“
Gar manches ist vorherbestimmt; // Das Schicksal führt ihn in Bedrängnis; // Doch wie er sich dabei benimmt, // Ist seine Schuld und nicht Verhängnis.

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

S. 646
Hans Huckebein der Unglücksrabe

Erwin Guido Kolbenheyer Foto

„Wir müssen im Hohen und Gemeinen nach dem Ewigen fahnden; das ist unser Fallstrick und Verhängnis, doch also auch der heilige Weg.“
Wir müssen im Hohen und Gemeinen nach dem Ewigen fahnden; das ist unser Fallstrick und Verhängnis, doch also auch der heilige Weg.

—  Erwin Guido Kolbenheyer österreichischer Romanautor, Dramatiker und Lyriker der faschistischen Epoche 1878 - 1962

Meister Joachim Pausewang, Kolbenheyer-Gesellschaft, 1958, ISBN 3926974206

Baldur von Schirach Foto

„Die deutsche Katastrophe wurde nicht allein durch das bewirkt, was Hitler aus uns gemacht hat, sondern durch das, was wir aus ihm gemacht haben. Hitler kam nicht von außen, er war nicht, wie viele ihn heute sehen, die dämonische Bestie, die die Macht an sich riß. Er war der Mann, den das deutsche Volk wollte und den wir selbst durch maßlose Verherrlichung zum Herren unseres Schicksals gemacht haben. Denn einen Hitler kann es nur in einem Volk geben, das den Wunsch und den Willen hat, einen Hitler zu haben. Es ist ein kollektives Verhängnis bei uns Deutschen, daß wir Menschen mit außerordentlichen Fähigkeiten – und diese wird niemand Hitler bestreiten können – eine Verehrung zollen, die ihnen das Bewußtsein des Übermenschlichen und der Unfehlbarkeit suggeriert …“
Die deutsche Katastrophe wurde nicht allein durch das bewirkt, was Hitler aus uns gemacht hat, sondern durch das, was wir aus ihm gemacht haben. Hitler kam nicht von außen, er war nicht, wie viele ihn heute sehen, die dämonische Bestie, die die Macht an sich riß. Er war der Mann, den das deutsche Volk wollte und den wir selbst durch maßlose Verherrlichung zum Herren unseres Schicksals gemacht haben. Denn einen Hitler kann es nur in einem Volk geben, das den Wunsch und den Willen hat, einen Hitler zu haben. Es ist ein kollektives Verhängnis bei uns Deutschen, daß wir Menschen mit außerordentlichen Fähigkeiten – und diese wird niemand Hitler bestreiten können – eine Verehrung zollen, die ihnen das Bewußtsein des Übermenschlichen und der Unfehlbarkeit suggeriert …

—  Baldur von Schirach deutscher Politiker (NSDAP), MdR, Reichsjugendführer 1907 - 1974

Ich glaubte an Hitler. Mosaik-Verlag, Hamburg 1967, S. 160.