„Ich denke daran, […] daß ich diese Stunde, in der das Licht nachläßt und man aufnahmefähiger wird für ganz komische Dinge, wunderbar finde. Wenn man so sitzt und nachdenkt und ein bißchen trinkt, dann wird man empfänglich für Schatten oder für Vögel, die am Himmel über den See kreisen.“Christian Kracht Faserland
„Ab da höre ich nicht mehr zu, weil mir plötzlich dieser Geruch der Holzbohlen und des Meeres in die Nase steigt, und ich denke daran, wie ich als kleines Kind immer hierher gekommen bin, und beim ersten Tag […] war das immer der schönste Geruch: Wenn man das Meer lange nicht gesehen hatte und sich riesig darauf freute und die Holzbohlen durch die Sonnenstrahlen so einen warmen Duft ausgeströmt haben. Das war ein freundlicher Geruch, irgendwie verheißungsvoll und, na ja, warm. Jetzt riecht es wieder so, und ich merke, wie ich fast ein bisschen heulen muss, also zünde ich mir schnell eine Zigarette an und fahre mit mit dem Ärmel meines […] Mantels über die Stirn.“Christian Kracht Faserland
„Das Geräusch des Windes, der durch die Büsche weht, und auch dieses leise Klicken der Eiswürfel in unseren Gläsern machen mich ganz ruhig, fast sogar ein bisschen schläfrig. Ich denke daran, dass ich früher auch oft am See gesessen habe und dass ich diese Stunde, in der das Licht nachlässt und man aufnahmefähiger wird für ganz komische Dinge, wunderbar finde. Wenn man so sitzt und nachdenkt und ein bisschen trinkt, dann wird man empfänglich für Schatten oder für Vögel, die am Himmel über dem See kreisen.“Christian Kracht Faserland
„Dann zünde ich mir eine Zigarette an und denke daran, daß ich Partys hasse, auf denen es Prosecco gibt, weil Prosecco weder Wein ist noch Champagner, sondern nur so ein blödes Zwischending, das eigentlich gar keine Existenzberechtigung hat.“Christian Kracht Faserland