„Es gibt eben zweierlei Mitleid. Das eine, das schwachmütige und sentimentale, das eigentlich nur Ungeduld des Herzens ist, sich möglichst schnell freizumachen von der peinlichen Ergriffenheit vor einem fremden Unglück, jenes Mitleid, das gar nicht Mit-leiden ist, sondern nur instinktive Abwehr des fremden Leidens von der eigenen Seele. Und das andere, das einzig zählt - das unsentimentale, aber schöpferische Mitleid, das weiß, was es will, und entschlossen ist, geduldig und mitduldend alles durchzustehen bis zum Letzten seiner Kraft und noch über dies Letzte hinaus.“

—  Stefan Zweig, Beware of Pity
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österreichischer Schriftsteller 1881 - 1942
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„Ihr hättet Mitleid zeigen müssen // mit ihm, den Gott gezeichnet hat, // ihn nach den Leiden fragen müssen!“

—  Wolfram von Eschenbach 1170 - 1220
Wolfram von Eschenbach: Parzival (um 1200), nach der Ausgabe Karl Lachmanns, ins Neuhochdeutsche übertragen von Dieter Kühn, Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-618-68007-4, 1. Band S.425

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„Ohne Mitleiden ist kein Mitfreuen.“

—  Franz von Baader deutscher Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph 1765 - 1841
Vierzig Sätze aus einer religiösen Erotik. In: Sämmtliche Werke. 4. Band. Hrsg. von Franz Hoffmann. Leipzig: Bethmann, 1853. S. 193. Google Books

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„Man sollte lieber Neid als Mitleid erregen.“

—  Jacques Prevért französischer Autor, Dichter und Chansonnier (1900-1977) 1900 - 1977
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„Die Wissenschaft kennt kein Mitleid.“

—  Romain Rolland französischer Schriftsteller 1866 - 1944
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„Schnell nämlich trocknet die Träne, besonders bei fremdem Unglück.“

—  Cícero römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph -106 - -43 v.Chr
De partitione oratoria (Einteilung der Reden) 57

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„In der höchsten Gefahr kennt die Furcht in der Regel kein Mitleid.“

—  Gaius Julius Caesar römischer Staatsmann, Feldherr und Autor -100 - -44 v.Chr

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„Ungeduld begleitet wahre Leiden.“

—  William Shakespeare englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler 1564 - 1616
3. Teil, 3. Akt, 3. Szene / Königin Margareta

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„Es gibt kein Leiden des Körpers, von dem die Seele nicht profitiert.“

—  George Meredith englischer Schriftsteller und Lyriker 1828 - 1909
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„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832
Maximen und Reflexionen; II.; Nr. 23, 91

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„Was der Mensch auch tun mag aus Mitleid, es ist nie genug und immer zuviel.“

—  Richard Dehmel deutscher Dichter und Schriftsteller 1863 - 1920
Die Menschenfreunde, 3. Akt / Christian. Berlin 1917. S. 78. Commons

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„Gleichheit ist der beste Prüfstein zur Unterscheidung zwischen einem echten Sozialisten und einer nur treuherzig entrüsteten Seele, die Mitleid mit den Armen hat.“

—  George Bernard Shaw irisch-britischer Dramatiker, Politiker, Satiriker, Musikkritiker und Pazifist 1856 - 1950
Der Sozialismus und die Natur des Menschen, Suhrkamp, Frankfurt a. Main 1973. S. 140 ISBN 3-518-36621-1 Auswahl und Übersetzung von Ursula Michels-Wenz, zitiert in: Die Neue Gesellschaft, Heft 27, hrsg. für die Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 1980. S. 757 Google Books

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