„Hölderlin faßt im Gedichte Christus als die Überhöhung herakleischer und dionysischer Macht. Herakles ist der Urfürst, auf den selbst die Götter im Kampfe gegen die Titanen angewiesen sind. Er legt die Sümpfe trocken, baut Kanäle und macht die Einöden bewohnbar, indem er die Ungeheuer und Unholde erlegt. Er ist der erste der Heroen, auf deren Gräber sich die Polis gründet und deren Verehrung sie erhält. Jede Nation hat ihren Herakles, und heute noch sind Gräber die Mittelpunkte, an denen der Staat sakralen Glanz erhält.“

Bearbeitet von Monnystr. Letzte Aktualisierung 1. September 2019. Geschichte
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Ernst Jünger585
deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

Ähnliche Zitate

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„[…] das Leben ist nicht der Arbeit werth, die man sich macht, es zu erhalten.“

—  Georg Büchner, Dantons Tod

Danton's Tod II, 1 / Danton, S. 59, [buechner_danton_1835/63]
Dantons Tod (1835)

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„Das Leben lebt erst jenseits des Grabes.“

—  Edward Young englischer Dichter 1683 - 1765

Klagen, 3. Nacht. In: Klagen, oder Nachtgedanken über Leben, Tod, und Unsterblichkeit. Übersetzt von Johann Arnold Ebert. Band 1. Leipzig: Schwickert, 1790, S. 256, Vers 510
Original engl.: "Life lives beyond the Grave."

„Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen.“

—  Elmar Schmähling deutscher Marineoffizier und Politiker 1937

Den Sumpf trockenlegen - Für eine Reform des Wehrressorts / von Elmar Schmähling [13679716] 17/1992
"Aber mir fällt da ein der Ausspruch eines Pariser Arbeiters aus dem Jahr 1847: Quand on vent [sic] dessécher un marais, on ne fait pas en voter les grenouilles - wenn man einen Sumpf austrocknen will, läßt man nicht die Frösche darüber abstimmen." - Bruno Schönlank (SPD) vor dem Reichstag am 4. Februar 1894. Reichstagsprotokolle S. 1112 am Ende http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt3_k9_bsb00018687_00310.html
"Quand on veut dessécher un marais, on ne fait pas en voter les grenouilles!" - Delphine Gay (Mme. Emile de Girardin) unter dem Pseudonym Vicomte Charles de Launay: La croix de Berny. "La Presse", 11. Juli 1847, S. 2, Spalte 2, 3. Absatz von unten http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k430719f/f2.item.zoom; später in Lettres parisiennes, p.267 archive.org https://archive.org/stream/lettresparisienn04gira#page/266/mode/2up

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„Wenn die Hoffnung uns verläßt, geht sie, unser Grab zu graben.“

—  Carmen Sylva deutsche Adlige, Königin von Rumänien und Schriftstellerin 1843 - 1916

Vom Amboß, 2. Auflage, Verlag von Emil Strauß, Bonn 1890, S. 32 https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File%3AVom_Amboss.djvu&page=37

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„Einsicht verschafft das Gute, erhält es, mehrt es und macht rechten Gebrauch davon.“

—  Plutarch griechischer Schriftsteller 46 - 127

Trostschrift an Apollonius

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„Bevor Sie sich auf eine Reise der Rache begeben, graben Sie zwei Gräber.“

—  Konfuzius chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie -551 - -479 v.Chr

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„Die philosophischen Erkenntnisse haben mehrenteils das Schicksal der Meinungen, und sind wie die Meteoren, deren Glanz nichts von ihrer Dauer verspricht.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze der natürlichen Theologie und der Moral, erste Betrachtung, § 4, A 79
Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze der natürlichen Theologie und der Moral (1764)

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„Auf diesen bundesdeutschen Stasi-Staat, der keine Demokratie, sondern deren Karikatur ist, spucke ich.“

—  Jürgen W. Gansel deutscher Politiker, MdL 1974

im Sächsischen Landtag, am 26. Januar 2006, zitiert bei spd.de http://www.stark-gegen-rechts.spd.de/servlet/PB/show/1665353/130306_woelfeohneschafspelz.pdf, S. 29

„Wer ausgelernt sein will, der muss im Grabe liegen.“

—  Christoph Lehmann deutscher Schriftsteller 1568 - 1638

Florilegium Politikum, Politischer Blumengarten, 1662; auch deutsches Sprichwort

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„Besitz ist das Verhältnis zwischen Menschen. Er stellt eine riesige Macht dar, solange er allgemeine Anerkennung findet, die durch das Zwangssystem, das sich Recht und Staat nennt, aufrecht erhalten wird.“

—  Leo Trotzki Sowjetischer Revolutionär, Politiker und Gründer der Roten Armee 1879 - 1940

Geschichte der Russischen Revolution. Erster Teil: Februarrevolution, Frankfurt: Fischer-Verlag 1982, Kapital 10, S. 176

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„„Ich finde Gott nicht vor in Raum und Zeit“, so sagt der ehrliche naturwissenschaftliche Denker und wird dafür von denen gescholten, in deren Katechismus doch steht: Gott ist Geist.“

—  Erwin Schrödinger österreichischer Physiker und Wissenschaftstheoretiker 1887 - 1961

Was ist ein Naturgesetz? Antrittsrede an der Universität Zürich am 9. Dezember 1922. In: Was ist ein Naturgesetz? Beiträge zum naturwissenschaftlichen Weltbild. Oldenbourg (Scientia nova) München 1997. S. 9-85. S. 85 books.google http://books.google.de/books?id=4hqc2tvawQMC&pg=PA85.

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„Ach, das allein Beständ'ge ist das Grab!“

—  Anastasius Grün österreichischer Dichter und Politiker 1806 - 1876

Cincinnatus, 1. In: Schutt, Elfte Auflage, Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1856, S. 105,

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„Ein Feind, den man zu Grabe trägt, ist nicht schwer.“

—  Victor Hugo, Der König amüsiert sich

Der König amüsiert sich. V.II.
Original französisch: "Un ennemi qu'on porte en terre n'est pas lourd." - Le roi s'amuse
Der König amüsiert sich

Citát „Der Körper ist das Grab der Seele.“
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„Der Körper ist das Grab der Seele.“

—  Platón antiker griechischer Philosoph -427 - -347 v.Chr

Gorgias 493a2-3, (wahrscheinlich ein Zitat von Pythagoras)
Original altgriech.: "τὸ μὲν σῶμά ἐστιν ἡμῖν σῆμα·"; sprich: "To men soma estin hemin sema."; wörtlich: "Der Körper ist für uns ein Grab."

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„Dante: oder die Hyäne, die in Gräbern dichtet.“

—  Friedrich Nietzsche deutscher Philosoph und klassischer Philologe 1844 - 1900

Götzen-Dämmerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, 1.
Götzen-Dämmerung

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