„Hölderlin faßt im Gedichte Christus als die Überhöhung herakleischer und dionysischer Macht. Herakles ist der Urfürst, auf den selbst die Götter im Kampfe gegen die Titanen angewiesen sind. Er legt die Sümpfe trocken, baut Kanäle und macht die Einöden bewohnbar, indem er die Ungeheuer und Unholde erlegt. Er ist der erste der Heroen, auf deren Gräber sich die Polis gründet und deren Verehrung sie erhält. Jede Nation hat ihren Herakles, und heute noch sind Gräber die Mittelpunkte, an denen der Staat sakralen Glanz erhält.“
Ähnliche Zitate
„Das Leben lebt erst jenseits des Grabes.“
Edward Young (1683–1765) englischer Dichter
Klagen, 3. Nacht. In: Klagen, oder Nachtgedanken über Leben, Tod, und Unsterblichkeit. Übersetzt von Johann Arnold Ebert. Band 1. Leipzig: Schwickert, 1790, S. 256, Vers 510
Original engl.: "Life lives beyond the Grave."
„Wenn die Hoffnung uns verläßt, geht sie, unser Grab zu graben.“
Carmen Sylva (1843–1916) deutsche Adlige, Königin von Rumänien und Schriftstellerin
Vom Amboß, 2. Auflage, Verlag von Emil Strauß, Bonn 1890, S. 32 https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File%3AVom_Amboss.djvu&page=37
„Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen.“
Elmar Schmähling (1937) deutscher Marineoffizier und Politiker
Den Sumpf trockenlegen - Für eine Reform des Wehrressorts / von Elmar Schmähling [13679716] 17/1992 <br class="br">"Aber mir fällt da ein der Ausspruch eines Pariser Arbeiters aus dem Jahr 1847: Quand on vent [sic] dessécher un marais, on ne fait pas en voter les grenouilles - wenn man einen Sumpf austrocknen will, läßt man nicht die Frösche darüber abstimmen." - Bruno Schönlank (SPD) vor dem Reichstag am 4. Februar 1894. Reichstagsprotokolle S. 1112 am Ende http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt3_k9_bsb00018687_00310.html <br class="br">Delphine Gay (Mme. Emile de Girardin) unter dem Pseudonym Vicomte Charles de Launay: La croix de Berny. "La Presse", 11. Juli 1847, S. 2, Spalte 2, 3. Absatz von unten http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k430719f/f2.item.zoom; später in Lettres parisiennes, p.267 archive.org https://archive.org/stream/lettresparisienn04gira#page/266/mode/2up <br class="br">Original: (fr) Quand on veut dessécher un marais, on ne fait pas en voter les grenouilles.
„Bevor Sie sich auf eine Reise der Rache begeben, graben Sie zwei Gräber.“
Konfuzius (-551–-479 v.Chr) chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie
Stefan M. Gergely (1950) österreichischer Journalist und Sachbuchautor
Quelle: Zitat aus: Stefan M. Gergely: Sprach:Bilder. Gedanken, Gedichte, Fotos. Verlag Bibliothek der Provinz: Weitra 2020, ISBN 978-3-99028-936-5, S. 180
Friedrich Gogarten (1887–1967) lutherischer Theologe
Der Mensch zwischen Gott und Welt

„Der Körper ist das Grab der Seele.“
Platón (-427–-347 v.Chr) antiker griechischer Philosoph
Gorgias 493a2-3, (wahrscheinlich ein Zitat von Pythagoras)
Original altgriech.: "τὸ μὲν σῶμά ἐστιν ἡμῖν σῆμα·"; sprich: "To men soma estin hemin sema."; wörtlich: "Der Körper ist für uns ein Grab."