„Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“

Das System. Die Machenschaften der Macht. Droemer Verlag, München 2001. S. 19. ISBN 3-426-27222-9

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 1. März 2021. Geschichte

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„Der Staat kann seine Bürger nicht mehr schützen.“

—  Henryk M. Broder deutschsprachiger Journalist und Schriftsteller 1946

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„Ein Mensch, der sich der Politik verschworen, gehört nicht mehr sich selbst und muß anderen Gesetzen gehorchen als den heiligen seiner Natur.“

—  Stefan Zweig österreichischer Schriftsteller 1881 - 1942

Maria Stuart. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1996, S. 39. gutenberg.spiegel.de, Kapitel 3, Jugend in Frankreich http://gutenberg.spiegel.de/buch/maria-stuart-6862/3
Maria Stuart (1935)

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„In der Politik muß man Mißstände beheben, niemals sie rächen“

—  Napoléon III. französischer Staatspräsident, Kaiser der Franzosen 1808 - 1873

Napoléon III. Des Idées napoléoniennes, Colburn, London, 1839, Kapitel 3, S. 36: En politique il faut guérir les maux, jamais les venger; Napoléon III. Napoleonic Ideas, übersetzt von James A. Dorr, Appleton & Co, New York, 1859, Kapitel 3, S. 41: In politics evils should be remedied not revenged.

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„Den Gesetzen gehorchen wir nur deswegen, um frei sein zu können.“

—  Cícero römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph -106 - -43 v.Chr

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Original lat.: "legum denique idcirco omnes servi sumus, ut liberi esse possimus"
Sonstige

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„Niemand ist weniger unabhängig als ein freier Bürger.“

—  Alexis De Tocqueville französischer Publizist und Politiker 1805 - 1859

Der alte Staat und die Revolution. Deutsch von Theodor Oelckers. Otto Wigand Leipzig 1867 Seite 286 archive.org https://archive.org/stream/deraltestaatund00oescgoog#page/n297/mode/2up, Anm. zu Seite 122 Zeile 30
" Il n’y a rien de moins indépendant qu’un citoyen libre." - L’Ancien Régime et la Révolution. Michel Lévy, 1866 (7e éd.) (Œuvres complètes, volume 4, pp. 329-441). :fr:s:L’Ancien_Régime_et_la_Révolution/Notes#lien_PAGE176LIGNEn22 p. 404

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„Es giebt keine Freiheit der Männer, wenn es nicht eine Freiheit der Frauen giebt. Wenn eine Frau ihren Willen nicht zur Geltung bringen darf, warum soll es der Mann dürfen.“

—  Hedwig Dohm deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin 1831 - 1919

Der Frauen Natur und Recht. Zur Frauenfrage. Zwei Abhandlungen über Eigenschaften und Stimmrecht der Frauen. Wedekind & Schweiger, 1876. S. 172.

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„Mein politisches Credo? Es gibt keine Geschenke der Politiker an die Bevölkerung, denn es handelt sich immer um Steuergeld.“

—  Sebastian Kurz österreichischer Politiker, Bundeskanzler der Republik Österreich 1986

Kurier: https://kurier.at/politik/inland/der-sebastian-zieht-das-durch/282.767.605 Sebastian Kurz am 27. August 2017

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„In einem Staat, das heißt in einer Gesellschaft, in der es Gesetze gibt, kann Freiheit nur darin bestehen, das tun zu können, was man wollen darf. […] Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze erlauben.“

—  Charles de Montesquieu, buch Vom Geist der Gesetze

Vom Geist der Gesetze (De l'esprit des lois), XI, 3
Original franz.: "Dans un État, c'est-à-dire dans une société où il y a des lois, la liberté ne peut consister qu'à pouvoir faire ce que l'on doit vouloir. […] La liberté est le droit de faire tout ce que les lois permettent."

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„Ohne ihn wäre die deutsche Politik langweiliger gewesen.“

—  Willy Brandt vierter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1969–1974) 1913 - 1992

über Franz Josef Strauß, Erinnerungen Frankfurt a. M. u. a: Propyläen u. a, 1989, S. 295

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„Die Bürger - das sind die anderen.“

—  Jules Renard französischer Schriftsteller 1864 - 1910

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„Was den Staat in Religionsdingen allein interessieren darf, ist: wozu die Lehren derselben anzuhalten sind, damit er nützliche Bürger, gute Soldaten, und überhaupt getreue Untertanen habe.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

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Der Streit der Fakultäten (1798)

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„Der Bürgerkrieg hat bekanntlich seine Gesetze, und sie haben noch niemals als Gesetze der Humanität gegolten.“

—  Leo Trotzki Sowjetischer Revolutionär, Politiker und Gründer der Roten Armee 1879 - 1940

"Geschichte der russischen Revolution", Band II, Kapitel 10, 1930

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„Es gibt angesehene Bürger, die niemals auf die Idee kämen, einen Apfel vom Nachbarbaum zu stehlen, aber ihr Geld ins Ausland schaffen, um es vor dem Fiskus zu verstecken.“

—  Erwin Huber deutscher Politiker, MdL 1946

im Interview mit Georg Anastasiadis, merkur-online.de 18.02.2008 http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/mit-vollen-haerte-gesetzes-380650.html

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