„Sofern Vergangenheit als Tradition überliefert ist, hat sie Autorität; sofern Autorität sich geschichtlich darstellt, wird sie zur Tradition. Walter Benjamin wusste, dass Traditionsbruch und Autoritätsverlust irreperabel waren, und zog daraus den Schluss, neue Wege für den Umgang mit der Vergangenheit zu suchen.“

—  Hannah Arendt, Arendt und Benjamin: Texte, Briefe, Dokumente
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Hannah Arendt16
US-amerikanische Politologin und Philosophin deutscher He... 1906 - 1975
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Ähnliche Zitate

„Auschwitz und […] auch Hiroshima und seine Todesenkel beruhen auf eineinhalbtausendjährigen erlauchten theologischen Traditionen der Kirche.“

—  Friedrich Heer österreichischer Schriftsteller, Kulturhistoriker und Publizist 1916 - 1983
Gottes erste Liebe. Bechtle 1967. S. 11 books. google

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„Nichts ist so wandelbar wie die Vergangenheit.“

—  Markus M. Ronner Schweizer Theologe, Publizist und Journalist 1938
Markus M. Ronner Zitate-Lexikon

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„Autorität hat man nicht, sie wächst einem zu.“

—  Franz Müntefering deutscher Politiker (SPD), MdL, MdB 1940
Stern Nr. 1/2009 vom 23. Dezember 2008, S. 120

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„Die sicherste allgemeine Charakterisierung der philosophischen Tradition Europas lautet, daß sie aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon besteht.“

—  Alfred North Whitehead britischer Philosoph und Mathematiker 1861 - 1947
Prozeß und Realität (Process and Reality), Teil II, Kapitel 1, Abschnitt 1, S. 91

„Was die Neuzeit prägt und sie zu einer modernen Gesellschaft macht, ist nicht Traditionsverlust, sondern die Pluralisierung von Traditionen.“

—  Karsten Dittmann
Tradition und Verfahren, 2004, Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (März 2004) ISBN 3833409452 ISBN 978-3833409455

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„Das Mehrheitsprinzip hat im Islam keine Tradition; es wird von vielen zeitgenössischen Theoretikern aber befürwortet, solange die Mehrheit keine ‚islamwidrigen’ Entscheidungen fällt – und was islamwidrig ist, bleibt natürlich zu klären“

—  Gudrun Krämer deutsche Islamwissenschaftlerin 1953
Demokratie im Islam. Der Kampf für Toleranz und Freiheit in der arabischen Welt, Beck Verlag, München 2011, ISBN 978-3-406-62126-0, S. 121

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„Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei.“

—  Gustav Mahler österreichischer Komponist und Dirigent 1860 - 1911
Alfred Roller: Mahler und die Inszenierung. In: Musikblätter des Anbruch 2 (1920), S. 273; zitiert nach: Karl Josef Müller: Mahler. Leben – Werke – Dokumente. Piper, München 1988, ISBN 3-492-18264-X, S. 316.

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„Die Einzigartigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition.“

—  Walter Benjamin deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph 1892 - 1940
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Frankfurt am Main 1966, S. 16

„Das Gemeinschaftsleben aller vollendeten Nationen ist gelenkt durch lebendige Tradition. Das Gemeinschaftsleben der Deutschen konnte geordnet und aufrechterhalten werden nur durch starre Institution.“

—  Erich von Kahler deutscher Soziologe 1885 - 1970
"Das Problem Deutschland", in Erich von Kahler: "Verantwortung des Geistes. Gesammelte Aufsätze, Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1952, S. 105 books. google. de (Englischsprachige Erstveröffentlichung in "Comtemporary Jewish Record", New York, 1944).

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„Traditionen sind mit anderen Worten keineswegs das Privileg konservativer Kräfte. Noch weniger gehören sie in die alleinige Erbpacht von Reaktionären, obgleich diese am lautstärksten von ihnen reden.“

—  Gustav Heinemann ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland 1899 - 1976
Rede bei der Schaffermahlzeit am 13. Februar 1970 im Bremer Rathaus. In: Reden und Schriften. Allen Bürgern verpflichtet: Reden des Bundespräsidenten 1969-1974, Frankfurt am Main 1975, S. 32

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„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.“

—  Kurt Tucholský deutscher Journalist und Schriftsteller (1890–1935) 1890 - 1935
Inschrift auf Tucholskys Grab auf dem Friedhof von Mariefred/Schweden, Goethe: Faust II

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