„Damit erhebt sich die Frage, ob selbst auf beschränktem Felde noch Freiheit möglich ist. Gewiß ist sie nicht durch Neutralität gegeben - vor allem nicht durch jene scheußliche Illusion der Sicherheit, die jenen sich zu moralisieren unterfängt, der in der Arena steht.“

Bearbeitet von Monnystr. Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte
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Ernst Jünger542
deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

Ähnliche Zitate

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„In der Freiheit ist zwar das Verderben groß, das völlige Verderben möglich. Ohne Freiheit aber ist das Verderben gewiß.“

—  Karl Jaspers deutscher Philosoph und Psychiater 1883 - 1969

Kleine Schule des Philosophischen Denkens, 1965

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„Ihre Sicherheit ist nur durch ihre Dummheit möglich.“

—  Franz Kafka, buch Der Process

Der Prozeß

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„Wir müssen für die Freiheit planen und nicht für die Sicherheit, wenn auch vielleicht aus keinem anderen Grund als dem, daß nur die Freiheit die Sicherheit sichern kann.“

—  Karl Raimund Popper, buch Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Mohr, 7. Auflage 1992, Tübingen, S. 224 books.google https://books.google.de/books?id=0NMKZ_TznK8C&pg=PA224
"We must plan for freedom, and not only for security, if for no other reason than only freedom can make security more secure." - The Open Society and Its Enemies. books.google http://books.google.de/books?id=yPcHAQAAIAAJ&q=must+plan
The Open Society and Its Enemies (Offene Gesellschaft) (1945, engl.)

Diese Übersetzung wartet auf eine Überprüfung. Ist es korrekt?
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„Wenn Freiheit eine Voraussetzung für menschliche Freude ist, dann muss nur die Illusion von Freiheit erzeugt werden.“

—  B. F. Skinner US-amerikanischer Vertreter des Behaviorismus, prägte den Begriff „operante Konditionierung“ 1904 - 1990

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„Diejenigen, die bereit sind, wesentliche Freiheiten aufzugeben, um zeitweilig Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“

—  Thomas Jefferson dritter amerikanische Präsident 1743 - 1826

Benjamin Franklin, in: William Temple Franklin (Hrsg.), Memoirs of the life and writings of Benjamin Franklin, Vol. 1, Printed by T.S. Manning, Philadelphia, 1818. S. 333-334. Die Forschung vermutet inzwischen den britischen Kolonialagenten Richard Jackson als Miturheber des Zitats.
Fälschlich zugeschrieben

„Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen.“

—  Meret Oppenheim deutsch-schweizerische surrealistische Künstlerin und Lyrikerin 1913 - 1985

Dankesrede von Meret Oppenheim anlässlich der Preisverleihung des Kunstpreises der Stadt Basel, 1975, meret-oppenheim.de http://www.meret-oppenheim.de/kunstpreis.htm

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„Die Erfindungsgabe des Menschen ist eng beschränkt; das schöpferische Gemüt kann nur mit Gegebenem arbeiten.“

—  Houston Stewart Chamberlain englisch-deutscher Schriftsteller und Kulturphilosoph 1855 - 1927

Grundlagen des 19. Jahrhunderts

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„Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann, um eine geringfügige bloß jeweilige [= einstweilige] Sicherheit zu bewirken [= erlangen], verdient weder Freiheit, noch Sicherheit.“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

Bemerkungen über die Vorschläge. In: Dr. Benjamin Franklin's nachgelassene Schriften und Correspondenz, nebst seinem Leben. Band 3. Franklin's Leben ersten Theil enthaltend. Weimar 1818 S. 442 books.google http://books.google.de/books?id=yeJOAAAAcAAJ&pg=PA442 (zum "Entwurf, wie eine dauernde Vereinigung zwischen England und seinen Pflanzungen [= Kolonien] bewirkt werden könnte", Januar 1775, a.a.O. S. 434 books.google http://books.google.de/books?id=yeJOAAAAcAAJ&pg=PA434)
(Original engl.: "They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety." (1775) - Remarks on the Propositions (A Plan which it is believed would produce a permanent union between Great Britain and her Colonies), in: William Temple Franklin (Hrsg.), Memoirs of the life and writings of Benjamin Franklin, Vol. 1, Printed by T.S. Manning, Philadelphia, 1818. S. 333-334. , London, 1818. p. 270 books.google http://books.google.de/books?id=W2MFAAAAQAAJ&pg=PA270.
In der Forschung wird eine Anlehnung an ein früheres Zitat von Franklin im Poor Richard's Almanack (1738) angenommen: "Sell not virtue to purchase wealth, nor liberty to purchase power." franklinpapers.org http://franklinpapers.org/franklin/yale?vol=2&page=190f&rqs=625&rqs=629&rqs=630 ("Verkaufe nicht Tugend, um Wohlstand zu erlangen, und auch nicht Freiheit für Macht.")
Als "Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety" bereits im Schreiben Franklins vom 11. November 1755 im Namen der Versammlung von Pennsylvania an den Gouverneur, founders.archives.gov https://founders.archives.gov/documents/Franklin/01-06-02-0107#BNFN-01-06-02-0107-fn-0005 (auch in: An Historical Review of the Constitution and Government of Pennsylvania, Printed for R. Griffiths, London, 1759. Titelseite https://books.google.de/books?id=uTAmAAAAMAAJ&printsec=frontcover u. S. 289 http://books.google.de/books?id=uTAmAAAAMAAJ&pg=PA289&dq=temporary books.google)
Oft paraphrasiert, z.B. als: "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren."
Fälschlich Thomas Jefferson zugeschrieben.
Autobiographie

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„Sind einem gegebenen Menschen, unter gegebenen Umständen, zwei Handlungen möglich, oder nur Eine? - Antwort aller Tiefdenkenden: Nur Eine.“

—  Arthur Schopenhauer deutscher Philosoph 1788 - 1860

Freiheit des Willens, Der Wille vor dem Bewußtseyn anderer Dinge
Die beiden Grundprobleme der Ethik, Freiheit des Willens

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„Es gibt mehr als eine Art der Freiheit… die Freiheit zu, und die Freiheit von. In den Tagen der Anarchie war es die Freiheit zu. Jetzt ist dir die Freiheit von gegeben. Unterschätze das nicht.“

—  Margaret Atwood, buch Der Report der Magd

Der Report der Magd. Übersetzung von Helga Pfetsch. München, 2001.
Original engl.: "There is more than one kind of freedom… Freedom to and freedom from. In the days of anarchy, it was freedom to. Now you are being given freedom from. Don't underrate it."
Variante: Es gibt mehr als nur eine Form von Freiheit, sagte Tante Lydia, Freiheit zu und Freiheit von. In den Tagen der Anarchie war es die Freiheit zu. Jetzt bekommt ihr die Freiheit von. Unterschätzt sie nicht.

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„So macht uns die Soziologie paradoxerweise frei, indem sie uns von der Illusion der Freiheit befreit.“

—  Pierre Bourdieu französischer Soziologe 1930 - 2002

Bourdieu/Wacquant, Reflexive Anthropologie, Frankfurt/Main, 2006. Übersetzer: Hella Beister. ISBN 978-3-518-29393-5
Original französisch: "Ainsi paradoxalement, la sociologie libère en libérant de l'illusion de la liberté"

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„Wer die Freiheit der Sicherheit zuliebe opfert, hat beide nicht verdient.“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

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„Absolute Sicherheit heißt absolute Unfreiheit. Absolute Freiheit heißt absolute Unsicherheit. Die liberale Position: die richtige Mitte. Und im Konflikte zwischen Sicherheit und Freiheit: in dubio pro libertate. Im Zweifel für die Freiheit.“

—  Werner Maihofer deutscher Rechtswissenschaftler und Politiker (FDP), MdB 1918 - 2009

in einer Werbeanzeige der Friedrich-Naumann-Stiftung, die im Januar 1976 in Spiegel, stern und Wirtschaftswoche erschien.
("Item in causa liberali, in dubio pro libertate interpretandum, & iudicandum est," - Bartolomeo Cipolla: Clariss. ivrecons. Barptholomaei Caepolae Veronensis, In titvlvm De verborvm et rer. significatione doctissima commentaria. Leiden 1551. Sp. 47 books.google http://books.google.de/books?id=0_g1AQAAMAAJ&pg=PA9&dq=libertate
vgl. Dig. 50. http://www.thelatinlibrary.com/justinian/digest50.shtml17.20 Pomponius 7 ad sab.: "Quotiens dubia interpretatio libertatis est, secundum libertatem respondendum erit."
s. auch Giesbert Uber (1921-2004): Freiheit des Berufs (1952), sowie
Peter Schneider: In dubio pro libertate, in: Hundert Jahre deutsches Rechtsleben. Festschrift zum hundertjährigen Bestehen des Deutschen Juristentages. Bd. II, 1960, S. 263 ff.)

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„Die Freiheit ist jedem gegeben. Wenn der Mensch sich zum Guten wenden und ein Gerechter werden will, so kann er das.“

—  Moses Maimonides jüdischer Philosoph, Arzt, Autor und Rechtsgelehrter 1138 - 1204

Die Starke Hand, Vorschrift über die Umkehr, 5,1

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