„Was aber Wunder überhaupt betrifft, so findet sich, daß vernünftige Menschen den Glauben an dieselbe, dem sie gleichwohl nicht zu entsagen gemeint sind, doch niemals wollen praktische aufkommen lassen; welches so viel sagen will, als: sie glauben zwar, was die Theorie betrifft, daß es dergleichen gebe, in Geschäften aber statuieren sie keine.“

Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, A 109, B 118, zweites Stück, zweiter Abschnitt
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793)

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 3. Juni 2021. Geschichte
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deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Ähnliche Zitate

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„Ich bin ein Mensch und meine, daß mir nichts fremd ist, was Menschen betrifft.“

—  Terenz, Heautontimoroumenos

Heauton Timorumenos, 77, Akt I.i / Chremes
Original lat.: "Homo sum, humani nil a me alienum puto."
Das Zitat geht angeblich zurück auf Menandros, auch bei Cicero und Seneca d.J.

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„Ich bin ein Mensch und meine, dass mir nichts fremd ist, was Menschen betrifft.“

—  Seneca d.J., buch Epistulae morales

Nachzitierung von Terenz; dort: "Homo sum, humani nil a me alienum puto"; das Zitat geht angeblich zurück auf Menandros
Moralische Briefe an Lucilius - Epistulae morales ad Lucilium
Original: (lat) Homo sum, humani nihil a me alienum puto.
Quelle: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), XV, 95, 53

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„Beim Realisten kommt nicht der Glaube aus dem Wunder, sondern das Wunder aus dem Glauben.“

—  Fjodor Dostojewski, buch Die Brüder Karamasow

Die Brüder Karamasow
Die Brüder Karamasow

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„Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind“

—  Johann Wolfgang von Goethe, buch Faust. Eine Tragödie.

Faust I, Vers 766 / Faust → Zitat im Textumfeld
Dramen, Faust. Eine Tragödie (1808)

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„Ich glaube nicht an Wunder. Ich habe ihrer zu viele gesehen.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Salomé / Herodias
Original frz.: "Je ne crois pas aux miracles. J'en ai vu trop."
engl.: "I do not believe in miracles. I have seen too many."
Salome - Salomé

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„Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.“

—  Kurt Lewin deutsch-amerikanischer Psychologe 1890 - 1947

zitiert in: Robert Wegener, Agnes Fritze, Michael Loebbert (Hrsg.), Coaching Entwickeln - Forschung und Praxis im Dialog, VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, S. 47
Original engl.: "[...] there is nothing so practical as a good theory." - Problems of Research in Social Psychology, in: Field Theory in Social Science; Selected Theoretical Papers, D. Cartwright (Hrsg.), Harper & Row, New York 1951. S. 169

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„Ich will dir sagen, woran ich glaube. Ich glaube an das unterschwellig Wahrnehmbare.“

—  Stephen King, buch Das Mädchen

The Girl Who Loved Tom Gordon

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„In praktischer (moralisch-praktischer) Bedeutung aber ist ein Glaube an das Übersinnliche nicht allein möglich, sondern er ist gar mit dieser unzertrennlich verbunden.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie, A 406
Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie (1796)

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„Man muß wohl auch einer Denktradition entsagen, die von der Vorstellung geleitet ist, daß es Wissen nur dort geben kann, wo die Machtverhältnisse suspendiert sind, daß das Wissen sich nur außerhalb der Befehle, Anforderungen, Interessen der Macht entfalten kann. Vielleicht muß man dem Glauben entsagen, daß die Macht wahnsinnig macht und daß man nur unter Verzicht auf die Macht ein Wissender werden kann.“

—  Michel Foucault, buch Überwachen und Strafen

Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. Suhrkamp Verlag Frankfurt/Main 1976, ISBN 3-518-27784-7, S. 39
"Peut-être faut-il aussi renoncer à toute une tradition qui laisse imaginer qu'il ne peut y avoir de savoir que là où sont suspendues les relations de pouvoir et que le savoir ne peut se développer que hors de ces injonctions, de ses exigences et de ses intérêts. Peut-être faut-il renoncer à croire que le pouvoir rend fou et qu'en retour la renonciation au pouvoir est une des conditions auxquelles on peut devenir savant." - Surveiller et punir (1975), books.google https://books.google.de/books?id=T5RjAwAAQBAJ&pg=PT35&dq=renoncer

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„Der Mohammedianism unterscheidet sich durch Stolz, weil er, statt der Wunder, an den Siegen und der Unterjochung vieler Völker die Bestätigung seines Glaubens findet, und seine Andachtsgebräuche alle von der mutigen Art sind.“

—  Immanuel Kant, buch Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft

Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, viertes Stück, zweiter Teil, § 2, A 269, B 285
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793)

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„Was das Wollen selbst betrifft, so passt es nicht, es den Gegenstand des freien Willens zu nennen. Wir wollen handeln, richtig gesprochen, und wir wollen nicht wollen, sonst könnte man auch sagen, dass wir den Willen zu wollen haben wollen und dies ginge in's Endlose.“

—  Gottfried Wilhelm Leibniz deutscher Philosoph und Wissenschaftler 1646 - 1716

Die Theodicee, Abhandlung über die Güte Gottes, die Freiheit des Menschen und den Ursprung des Uebels, Erster Theil, Nr. 51
Original franz.: "Pour ce qui est de la volition même, c’est quelque chose d’impropre de dire qu’elle est un objet de la volonté libre. Nous voulons agir, à parler juste ; et nous ne voulons point vouloir ; autrement nous pourrions encore dire que nous voulons avoir la volonté de vouloir, et cela irait à l’infini."
Die Theodicee

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