Zitate von Johann Christoph Gottsched

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Johann Christoph Gottsched

Geburtstag: 2. Februar 1700
Todesdatum: 12. Dezember 1766

Johann Christoph Gottsched war ein deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Sprachforscher und Literaturtheoretiker sowie Professor für Poetik, Logik und Metaphysik in der Frühzeit der Aufklärung.

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„Ein unansehnliches Dorf, ja, vielleicht gar ein offenes Feld, oder das Ufer eines Flusses, hat diesem großen Dichter den ersten Atem gegeben.“

„Ein Mann und ein Weib sind nur ein Leib,
Pflegt man zu sagen;
Doch wird es klar, daß sie ein Paar,
Wenn sie sich schlagen.“


„Die Tugend adelt nur, nur Witz und Muth macht groß.“

„Die Ahndung der Natur giebts heimlich zu verstehen,
Und läßt sich nicht so leicht betrüglich hintergehen.“

„Alle Begierden, alle lasterhaffte Neigungen unserer Hertzen... werden durch Handel und Wandel nicht nur unterhalten, sondern mehr und mehr gereitzet und gestärcket.“

„Der Gebrauch der Wörter ist ja von der Art derjenigen Dinge, die in dem Rechte der Natur, nach Art der Luft, des Sonnenlichtes und des Wassers großer Flüsse, bey allem Gebrauche derselben, unerschöpflich sind, und also allen gemein bleiben müssen.“

„Jedes Thema muß auf eine angenehme Art zum Ausdruck kommen.“

„Wo man gezwungen geht, da bleibt man stets zurück.“


„Die alten Poeten waren nämlich die ersten Weltweisen, Gottesgelehrten, Staatsmänner: oder umgekehrt, die ältesten Weltweisen bedienten sich der Poesie, das rohe Volk dadurch zu zähmen.“

„Eine einzige Erfindung ist genug, Deutschland die größte Ehre zu machen, wenn es gleich sonst nichts aufzuweisen hätte: die Buchdruckerkunst, die edle Buchdruckerkunst ist es, was Deutschland so viel Ruhm gebracht, als kein anderes Volk von seinen Erfindungen erlangt hat, oder jemals hoffen kann.“

„Das Lächerlichste ist, daß die deutschen Affen der Ausländer ihre Mundart verachten und lieber die Sprachen ihrer Nachbarn verstümmeln, ihre Wörter radebrechen und ihre Silben verfälschen, als ihre eigene Landessprache rein und fertig reden wollen.“

„Ein unverzagter Held siegt auch mit schwachen Händen.“


„Derjenige Geschmack ist gut, der mit den Regeln übereinkömmt, die von der Vernunft, in einer Art von Sachen, allbereit fest gesetzet worden.“ Versuch einer critischen Dichtkunst. Erster allgemeiner Theil. Das 3. Capitel. Aus: Werke. hg. von Joachim Birke und P. M. Mitchell. Band 6/1, Berlin; New York: Walter de Gruyter, 1968–1987. Seite 176

„Wer voller Unschuld ist, will nichts von Gnade wissen.“ Der sterbende Cato. 3. Akt, 3. Auftritt: Cato. Aus: Werke. hg. von Joachim Birke, Band 2: Sämtliche Dramen, Berlin: Walter de Gruyter & Co., 1968/1970. Seite 71

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