Zitate von Gottlob Frege

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Gottlob Frege

Geburtstag: 8. November 1848
Todesdatum: 26. Juli 1925

Friedrich Ludwig Gottlob Frege war ein deutscher Logiker, Mathematiker und Philosoph.

Seine herausragende Leistung auf dem Gebiet der Logik besteht darin, als erster eine formale Sprache und, damit zusammenhängend, formale Beweise entwickelt zu haben. Er schuf dadurch eine wesentliche Grundlage für die heutige Computertechnik und Informatik, sowie für formale Methoden in der linguistischen Semantik.

Im Bereich der Philosophie waren seine sprachphilosophischen Betrachtungen außerordentlich einflussreich. Unmittelbar beeinflusst hat er u. a. Rudolf Carnap, der bei Frege studierte, Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein. Er gilt als einer der hauptsächlichen Wegbereiter der analytischen Philosophie, einer der wichtigsten Strömungen der Philosophie des 20. Jahrhunderts.

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„Der Beweis soll nicht nur von der Wahrheit des Bewiesenen überzeugen, sondern soll auch den Zusammenhang der Wahrheiten untereinander aufdecken. Darum hat schon Euklid Wahrheiten bewiesen, die keines Beweises bedürftig erscheinen, weil sie ohne dies einleuchten.“ Gottlob Frege, Nachgelassene Schriften, Bd. 1, Felix Meiner Verlag Hamburg, 2. rev. u. erw. Auflage, 1983, S. 220

„Urteilen kann als Fortschreiten von einem Gedanken zu seinem Wahrheitswerte gefasst werden“ Über Sinn und Bedeutung. In: Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik, NF 100, 1892, S. 35


„Einem wissenschaftlichen Schriftsteller kann kaum etwas Unerwünschteres begegnen, als dass ihm nach Vollendung einer Arbeit eine der Grundlagen seines Baues erschüttert wird. In diese Lage wurde ich durch einen Brief des Herrn Bertrand Russell versetzt, als der Druck dieses Bandes sich seinem Ende näherte.“ Nachwort zum Grundgesetze der Arithmetik. Begriffsschriftlich abgeleitet. II. Band. H. Pohle, Jena, 1903; www-personal. umich. edu, »Die Begründung der modernen Logik

„Every good mathematician is at least half a philosopher, and every good philosopher is at least half a mathematician.“

„What is it, in fact, that we are supposed to abstract from, in order to get, for example, from the moon to the number 1? By abstraction we do indeed get certain concepts, viz. satellite of the Earth, satellite of a planet, non-self-luminous heavenly body, heavenly body, body, object. But in this series 1 is not to be met with; for it is no concept that the moon could fall under. In the case of 0, we have simply no object at all from which to start our process of abstracting. It is no good objecting that 0 and 1 are not numbers in the same sense as 2 and 3. What answers the question How many? is number, and if we ask, for example, "How many moons has this planet?", we are quite as much prepared for the answer 0 or 1 as for 2 or 3, and that without having to understand the question differently. No doubt there is something unique about 0, and about 1000; but the same is true in principle of every whole number, only the bigger the number the less obvious it is. To make out of this a difference in kind is utterly arbitrary. What will not work with 0 and 1 cannot be essential to the concept of number.“

„A scientist can hardly encounter anything more desirable than, just as a work is completed, to have its foundation give way.“

„Die Gedanken sind weder Dinge der Außenwelt noch Vorstellungen.
Ein drittes Reich muß anerkannt werden. Was zu diesem gehört, stimmt mit den Vorstellungen darin überein, daß es nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden kann, mit den Dingen aber darin, daß es keines Trägers bedarf, zu dessen Bewußtseinsinhalte es gehört.“
Logical Investigations

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