„Die Seele, zeitlos und unendlich, strömt aus jedem Wesen in vielfältigen Erscheinungsformen und Farben. Wer Zwietracht und Hass zwischen den Kulturen stiftet und verbreitet, der sündigt gegen die Menschheit.

Unser Amerika (1881), Kontext: Es kann keine Rassenfeindlichkeit geben, weil es keine Rassen gibt. Der Theoretiker und die schwachen Denker reihen sich aneinander und erhitzen sich darüber wetteifernd an den Bücherregalen, während der aufmerksame Beobachter und aufgeschlossene Reisende vergeblich in den Gesetzmäßigkeiten der Natur danach sucht, wo der universale Charakter des Menschen aus purer Liebe und unbändigem Lebensdrang hervorgeht. Die Seele, zeitlos und unendlich, strömt aus jedem Wesen in vielfältigen Erscheinungsformen und Farben. Wer Zwietracht und Hass zwischen den Kulturen stiftet und verbreitet, der sündigt gegen die Menschheit.“

Original

The soul, equal and eternal, emanates from bodies of different shapes and colors. Whoever foments and spreads antagonism and hate between the races, sins against humanity.

Our America (1881)
Kontext: There can be no racial animosity, because there are no races. The theorist and feeble thinkers string together and warm over the bookshelf races which the well-disposed observer and the fair-minded traveller vainly seek in the justice of Nature where man's universal identity springs forth from triumphant love and the turbulent hunger for life. The soul, equal and eternal, emanates from bodies of different shapes and colors. Whoever foments and spreads antagonism and hate between the races, sins against humanity.

Bearbeitet von Monnystr, Sananda. Letzte Aktualisierung 2. Juli 2022. Geschichte
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kubanischer Schriftsteller und Nationalheld 1853 - 1895

Ähnliche Zitate

„Äußerlich wirklichkeitsnah würde also nicht wirklichkeitsnah bedeuten, nicht das Wesen der Erscheinungsform erfassen.“

—  Josef Pillhofer österreichischer Bildhauer 1921 - 2010

über sein Werk, zitiert u. a. in Kurier vom 2. 8. 2010 http://kurier.at/kultur/2021071.php
Zugeschrieben

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„[…] alle Wissenschaft wäre überflüssig, wenn die Erscheinungsform und das Wesen der Dinge unmittelbar zusammenfielen […]“

—  Karl Marx, buch Das Kapital

Karl Marx - Friedrich Engels - Werke, Band 25, "Das Kapital", Bd. III, Siebenter Abschnitt, 48 III, S. 825, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1983 zeno.org http://www.zeno.org/nid/20009220615
Das Kapital (1867)

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„Jedes Wesen kann nur in seinem Gegenteil offenbar werden, Liebe nur in Haß, Einheit in Streit.“

—  Friedrich Wilhelm Joseph Schelling deutscher Philosoph und einer der Hauptvertreter des Deutschen Idealismus 1775 - 1854

Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände, bei zeno.org http://www.zeno.org/nid/20009265775

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„Sie ruinieren uns alle Frauen, mein Herr Dichter, indem Sie Ihre Ansprüche an den Mann und seine Art und Weise vergrößern!“
„Ich sehe es ein, daß es taktlos von mir ist, die Frauen darauf aufmerksam zu machen, daß der Mann ein Wesen von unendlicher Kultur sein sollte!“
„Wohin kämen wir, bitte, wenn wir nur immer den Idealen nachhängen würden?!?“

—  Peter Altenberg österreichischer Schriftsteller 1859 - 1919

„Z u d e n I d e a l e n!“ Aus einer Skizze mit dem Titel Aus unseren Tränen wird Weisheit; aber aus eurem Lächeln?!? in Märchen des Lebens Fischer Berlin 19114, S. 170

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„Es entspricht dem menschlichen Wesen, den zu hassen, den man verletzt hat.“

—  Tacitus römischer Historiker und Senator 54 - 120

Agricola 42, 4. Übersetzung Wikiquote in Anlehnung an die "Präparation zu Tacitus" und die "Cyclopædia" (s. u.)

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„Die Religion erweckt möglicherweise die Liebe zu Gott, doch nichts führt stärker dazu als sie, den Menschen zu verachten und die Menschheit zu hassen.“

—  Boualem Sansal algerischer Schriftsteller und Ökonom 1949

(Eingangszitat aus seinem Roman "2084 Das Ende der Welt".

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„Unendlich ist das Werk, das zu vollführen // Die Seele dringt.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie auf Tauris

Iphigenie auf Tauris, 2. Aufzug, 1. Auftritt / Pylades
Dramen, Iphigenie auf Tauris (1787)

Citát „Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“
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„Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.“

—  Don Marquis US-amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Journalist 1878 - 1937

zitiert bei Julia Schramm: Klick mich. Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin. Knaus 2012. Dank books.google http://books.google.de/books?id=_WBj7eXPU0AC&pg=PT52&dq=marquis
Original engl.: "If you make people think they're thinking, they'll love you; but if you really make them think, they'll hate you." - Zitiert in THE VOLTA REVIEW 1934 p.574 books.google http://books.google.de/books?id=qWE4AQAAIAAJ&q=hate, Clifton Fadiman: The American Treasury 1455-1955 (New York 1955) p. 997 http://books.google.de/books?id=PEQ4AAAAIAAJ&q=really+make+them und Hugh Rawson, Margaret Miner: The Oxford Dictionary of American Quotations (2006) p. 431 #5 http://books.google.de/books?id=whg05Z4Nwo0C&pg=PA431&dq=mehitabel aus archy and mehitabel (1927)

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„Wer hat dich gelehrt, dich selbst zu hassen?“

—  Malcolm X US-amerikanischer Führer der Bürgerrechtsbewegung 1925 - 1965

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„Die Natur des Auges ist es, die Farben zu lieben; aber wenn das Herz nicht heiter ist, so mögen alle fünf Farben vor Augen sein, und man sieht sie nicht.“

—  Lü Bu We chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph -291

Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 60
Df-Dz
Variante: Die Natur des Ohres ist es, die Töne zu lieben; aber wenn das Herz nicht heiter ist, so mögen alle fünf Klänge ertönen, und man hört sie nicht.

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„Ein wahrer Mensch ist, wer bis in den Mittelpunkt der Menschheit gekommen ist.“

—  Friedrich Schlegel deutscher Kulturphilosoph, Kritiker, Literaturhistoriker und Übersetzer 1772 - 1829

Ideen, Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe. Erste Abteilung: Kritische Neuausgabe, Band 2, München, Paderborn, Wien, Zürich 1967, Seite 87.
Ideen

„Es geht hier nicht um Naturschwärmerei oder Naturliebe als Glaubensersatz. Wer Gott nicht in seinem Wort findet, sucht in der Natur vergeblich nach ihm.“

—  Marie Hüsing deutsche Diakonisse, Dichterin und Schriftstellerin 1909 - 1995

Zeichen seiner Hand, Brendow Verlag : Moers 1977, ISBN 3870670916, S. 8.

„Es gibt eine zeitlose Zeit - sie heißt Glück.“

—  Silvana E. Schneider deutsche Autorin und Lyrikerin 1953

Silvana E. Schneider

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