„Wie schwer es sein muss, hier einen Weg zu finden, kommt vielleicht am deutlichsten in der gängigen Redensart zum Ausdruck, das Vergangene sei noch unbewältigt, man müsse erst einmal daran gehen, die Vergangenheit zu bewältigen. Dies kann man wahrscheinlich mit keiner Vergangenheit, sicher aber nicht mit dieser. Das höchste, was man erreichen kann, ist zu wissen und auszuhalten, dass es so und nicht anders gewesen ist, und dann zu sehen und abzuwarten, was sich daraus ergibt.“

—  Hannah Arendt, aus: Rede am 28. September 1959 bei der Entgegennahme des Hamburger Lessing-Preises, zitiert in: diestandard, 11. Oktober 2006 diestandard. at
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US-amerikanische Politologin und Philosophin deutscher Herk… 1906 - 1975
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„Sei dir sicher, dass deine Sünde dich finden wird.“

—  Agatha Christie englische Krimi-Schriftstellerin 1890 - 1976

„Es ist schrecklich schwer, gerecht zu sein zu seiner eigenen Vergangenheit.“

—  Marlen Haushofer Österreichische Schriftstellerin 1920 - 1970
Die Wand. 2. Auflage. [Hamburg & Düsseldorf]: Claassen, 1968. S. 132

Citát „Auch neue Bauten sind Spuren der Vergangenheit - weil sie einen daran erinnern, dass das Alte kaputt ist.“
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„Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, dass Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren und dass Nationalsozialisten Leute waren, die im Großen und Ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten.“

—  Edmund Stoiber deutscher Politiker (CSU), MdB, MdL, bayerischer Ministerpräsident von 1993 2007 1941
1979 auf dem CSU Parteitag; zit. nach Spiegel-online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,473512-2,00.html vom 25. März 2007

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„Die Ruine schafft die gegenwärtige Form eines vergangenen Lebens, nicht nach seinen Inhalten oder Resten, sondern nach seiner Vergangenheit als solcher.“

—  Georg Simmel deutscher Philosoph und Soziologe 1858 - 1918
Die Ruine. Ein ästhetischer Versuch, in: Der Tag. Moderne illustrierte Zeitung, Berlin: Verlag August Scherl, No. 96 vom 22. Februar 1907, Erster Teil: Illustrierte Zeitung socio.ch http://socio.ch/sim/verschiedenes/1907/ruine.htm, sodann in: Philosophische Kultur. Gesammelte Essais. Philosophisch-soziologische Bücherei, Band 27, Leipzig: Verlag von Dr. Werner Klinkhardt, 1911, S. 137-146 brittlebooks.library.illinois.edu pdf http://brittlebooks.library.illinois.edu/brittlebooks_open/Books2008-05/simmge0001phikul/simmge0001phikul.pdf, S. 145

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„Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären. Nur weil die Ursachen fortbestehen, ward sein Bann bis heute nicht gebrochen.“

—  Theodor W. Adorno deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist 1903 - 1969
Erziehung zur Mündigkeit: Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 - 1969

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„Es ist vielleicht einfacher und bequemer als Trost auf die vertraute und mittelbare Vergangenheit zurückzublicken. Aber die Zeiten sind zu schwierig und die Risiken zu hoch, als dass wir es uns erlauben können gewohnte Konzessionen zu traditionellen demokratischen Prozessen zu machen.“

—  Ferdinand Marcos Präsident der Philippinen 1917 - 1989
Übersetzung: Wikiquote Original engl.: "It is easier perhaps and more comfortable to look back to the solace of a familiar and mediocre past. But the times are too grave and the stakes too high for us to permit the customary concessions to traditional democratic processes." Time Magazine 29.01.1973, The Philippines: Farewell to Democracy.

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„Es ist nur gut, dass der Krieg so schrecklich ist – wir würden sonst vielleicht Gefallen daran finden.“

—  Robert Edward Lee Oberst des US-Heeres und Oberbefehlshaber des konföderierten Heeres im Sezessionskrieg 1807 - 1870
Schlacht von Fredericksburg, 13. Dezember 1862 Original engl.: "It is well that war is so terrible - otherwise we should grow too fond of it."

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„Nichts ist so wandelbar wie die Vergangenheit.“

—  Markus M. Ronner Schweizer Theologe, Publizist und Journalist 1938
Zitate-Lexikon, Markus M. Ronner Zitate-Lexikon

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