„Das Wahrscheinliche (dass bei 6 000 000 000 Würfen mit einem regelmäßigen Sechserwürfel annähernd 1 000 000 000 Einser vorkommen) und das Unwahrscheinliche (dass bei 6 Würfen mit demselben Würfel einmal 6 Einser vorkommen) unterscheiden sich nicht dem Wesen nach, sondern nur Häufigkeit nach, wobei das Häufigere von vornherein als glaubwürdiger erscheint. Es ist aber, wenn einmal das Unwahrscheinliche eintritt, nichts Höheres dabei, keinerlei Wunder oder Derartiges, wie es der Laie so gerne haben möchte. Indem wir vom Wahrscheinlichen sprechen, ist ja das Unwahrscheinliche immer schon inbegriffen und zwar als Grenzfall des Möglichen, und wenn es einmal eintritt, das Unwahrscheinliche, so besteht für unsereinen keinerlei Grund zur Verwunderung, zur Erschütterung, zur Mystifikation.“

—  Max Frisch, buch Homo faber

Homo Faber

Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

Ähnliche Zitate

Keith Richards Foto
Deepak Chopra Foto

„Meditation bewirkt, dass das gesamte Nervensystem in ein Kohärenzfeld eintritt.“

—  Deepak Chopra indischer Autor von Büchern über Spiritualität, alternative Medizin und Ayurveda 1946

Alfred Gusenbauer Foto

„Ja, gewisse Erscheinungen sind, wenn sie zum ersten Mal vorkommen, neu.“

—  Alfred Gusenbauer österreichischer Politiker, Bundeskanzler 1960

Interview in derstandard.at http://derstandard.at/?id=3407640, 9. Juli 2008

Paulo Coelho Foto

„Der Tod ist nicht schön, selbst wenn er sanft und friedlich eintritt. „Schön“ wollen ihn die Zurückgebliebenen in Erinnerung haben.“

—  Isabella Ackerl österreichische Historikerin und Autorin 1940

Der schöne Tod in Wien, Vorwort. Pichler Verlag, 2008. ISBN 978-3-85431-471-4

Josef Stalin Foto
Douglas Adams Foto
Gottfried Wilhelm Leibniz Foto

„Bis hier haben wir nur als einfache Physiker gesprochen. Jetzt müssen wir uns zur Metaphysik aufschwingen, indem wir uns des großen, allgemein selten angewandten Prinzips bedienen, das besagt, dass nichts ohne hinreichenden Grund geschieht; das heißt, dass nichts eintritt, ohne dass es demjenigen, der die Dinge zur Genüge kennte, möglich wäre, einen Grund anzugeben, der hinreicht, zu bestimmen, warum es so und nicht anders ist.“

—  Gottfried Wilhelm Leibniz deutscher Philosoph und Wissenschaftler 1646 - 1716

Principes de la Nature & de la Grace, fondez en Raison. In: L'Europe Savante, Band 6, Nr. 1, November 1718, S. 112, Google Books https://books.google.de/books?id=sM0UAAAAQAAJ&pg=PA112&dq=Jusqu'ici
Original franz.: "Jusqu'ici nous n'avons parlé qu'en simples Physiciens. Maintenant il faut s'élever à la Métaphysique, en nous servant du grand Principe, peu emploié communément, qui porte, que rien ne se fait sans raison suffisante; c'est-à-dire, que rien n'arrive, sans qu'il seroit possible à celui qui connoîtroit assez les choses, de rendre une raison qui suffise, pour déterminer pourquoi il en est ainsi, & non pas autrement."
Auf Vernunft gegründete Prinzipien der Natur und der Gnade

Ingeborg Bachmann Foto

„Hoffnung: ich hoffe, daß nichts eintritt, wie ich es erhoffe.“

—  Ingeborg Bachmann, buch Das dreißigste Jahr

Das dreißigste Jahr. Gesamtausgabe Band 2, 1982, 3. Aufl. 1993, Piper, München Zürich S. 106 bzw. ebook 2016

https://books.google.de/books?id=hsSMDAAAQBAJ&pg=PT24 PT24 books.google

Johann Wolfgang von Goethe Foto

„Sie sitzen schon, mit hohen Augenbraunen // Gelassen da und möchten gern erstaunen.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, buch Faust. Eine Tragödie.

Faust I, Vers 41 f. / Direktor
Dramen, Faust. Eine Tragödie (1808)

Jean Jacques Rousseau Foto
Jenny Erpenbeck Foto
Dante Alighieri Foto

„Beim Eintritt hier lass alle Hoffnung fahren!“

—  Dante Alighieri italienischer Dichter und Philosoph 1265 - 1321

Noam Chomsky Foto

„Es ist durchaus möglich, überwältigend wahrscheinlich, könnte man vermuten, dass wir über das Leben und die Persönlichkeiten von Menschen stets mehr aus Romanen lernen werden, als von der wissenschaftlichen Psychologie.“

—  Noam Chomsky Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology 1928

Original: (en) It is quite possible - overwhelmingly probable, one might guess - that we will always learn more about human life and human personality from novels than from scientific psychology.
Quelle: Language and Problems of Knowledge: The Managua Lectures, Lecture 5, 1988, S. 159

Jennifer Niven Foto
Wilhelm Busch Foto

„Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier Herzen kann immerhin vorkommen.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

S. 420
Eduards Traum

Salvador Dalí Foto
Arthur Schopenhauer Foto
Kai Meyer Foto

Ähnliche Themen