„Wenn man den Staat als die Institution der Institutionen betrachtet, so braucht er deswegen nicht die machina machinarum zu sein. Die technische Entwicklung ist auf den Staat nicht angewiesen, vor allem, wenn sie von der Rüstung entlastet wird.“

Bearbeitet von Monnystr. Letzte Aktualisierung 1. September 2019. Geschichte
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Ernst Jünger542
deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

Ähnliche Zitate

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„Der Anschein von Eigentum ist eine Wirkung der Institution des Staates.“

—  Thomas Hobbes englischer Mathematiker, Staatstheoretiker und Philosoph 1588 - 1679

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„Wir werden nicht zulassen, dass technisch manches möglich ist, aber der Staat es nicht nutzt.“

—  Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin 1954

Zum Thema Überwachung auf einer Wahlkampfveranstaltung in Osnabrück, http://cdudemokraten.wordpress.com/page/2/ Mitschnitt http://udovetter.de/lawblog/merkel_os.mp3, Januar 2008
2008

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„Allerdings ist er nicht das einzige Beispiel dafür, daß der Marsch durch die Institutionen bisweilen die Marschierer stärker verändert hat als die Institutionen.“

—  Hans-Jochen Vogel deutscher Politiker (SPD), MdA, MdB 1926

über Rudolf Wassermann, in: Nachsichten. Meine Bonner und Berliner Jahre. Piper München 1996, S. 48 books.google https://books.google.de/books?id=P2yxAAAAIAAJ&q=marschierer
"Die Erkenntnis, dass der Marsch durch die Institutionen die Marschierer stärker verändert hat als die Institutionen, gilt auch insoweit." - über Die Grünen in einem Referat bei einer Veranstaltung des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Dresden am 8. Juli 2005, http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette7/Vogel.html
"Aber am Ende hat der Marsch durch die Institutionen insgesamt die Marschierer noch stärker verändert als die Institutionen." - im Interview mit Hans-Jürgen Jakobs und Oliver Das Gupta. Süddeutsche Zeitung 5. Juni 2008, http://www.sueddeutsche.de/muenchen/alt-ob-hans-jochen-vogel-ueber-muenchen-die-stadt-vermittelt-das-gefuehl-von-heimat-1.199347-3
"Der lange Marsch durch die Institutionen, zu dem sich die Linke nach 1968 teilweise entschlossen hat, sollte einen Soziologen an die alte Erfahrung erinnern, daß sich die Marschierer während eines solchen Trecks zu verändern pflegen." - Frank Grube/Gerhard Richter: Die Utopie der Konservativen - Antworten auf Helmut Schelskys konservatives Manifest. Piper München 1974, S. 164 books.google https://books.google.de/books?id=lpgmAAAAMAAJ&q=%22lange+marsch%22

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„Freiheitliche Verfassungen leben ja nicht davon, dass der Staat alles regelt, sondern dass die von ihnen profitierenden Bürger und Institutionen selbst wissen, dass Freiheit auch eigene Verantwortung bedeutet.“

—  Wolfgang Schäuble deutscher Politiker 1942

Stuttgarter Zeitung, Ausgabe Landkreis Ludwigsburg Nr. 40/2009, vom 18. Februar 2009, S. 5

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„Der chinesische Staat schießt ganz gezielt gegen alle Institutionen, die sich kritisch mit dem Land befassen. Er handelt nach dem Freund-Feind-Prinzip und versucht, Forscher auf der ganzen Welt mundtot zu machen.“

—  Adrian Zenz deutscher Anthropologe 1974

Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article229003601/Pekings-Gegensanktionen-China-hat-mich-schon-lange-auf-dem-Kieker.html

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„Der Staat ist nicht die Lösung für unser Problem, der Staat ist das Problem.“

—  Ronald Reagan Präsident der Vereinigten Staaten 1911 - 2004

Antrittsrede als 40. Präsident der Vereinigten Staaten, 20. Januar 1981

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„Manches, was ich Wikileaks da entnehme, erinnert mich an die Sammelwut, die früher Institutionen im Osten hatten, die Stasi dabei.“

—  Rainer Brüderle deutscher Politiker (FDP), MdL, MdB, Bundesminister a.D. 1945

im Dezember 2010 auf einem IT-Gipfel in Dresden, Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de/politik/verhaftung-von-julian-assange-reaktionen-us-verteidigungsminister-eine-gute-nachricht-1.1033192, Spiegel-Online http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,733371,00.html

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„Wikipedia ist zwar als Institution in vielerlei Hinsicht egalitaristisch und basisdemokratisch - aber andererseits sind wir Wikipedianer auch elitär.“

—  Jimmy Wales Gründer von Wikipedia 1966

zitiert bei welt.de http://www.welt.de/print-welt/article225325/Wir_glauben_an_das_Gute.html, 26. Juni 2006

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„Der Staat bin ich!“

—  Ludwig XIV. von Frankreich König von Frankreich und Navarra 1643-1715 1638 - 1715

Leitsatz des Absolutismus
(Original franz.: "L'état c'est moi!")
Entgegen der Legende soll Ludwig XIV. diesen Satz nie gesagt haben. Er soll im Gegenteil auf seinem Totenbett gesagt haben: "Ich gehe fort, doch der Staat bleibt zurück." - "Je m'en vais, mais l'Etat demeurera toujours."
Fälschlich zugeschrieben

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„Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines andern Staats gewalttätig einmischen.“

—  Immanuel Kant, buch Zum ewigen Frieden

Zum ewigen Frieden, erster Abschnitt, BA 11
Zum ewigen Frieden (1795)

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„Andere Staaten besitzen eine Armee, Preußen ist eine Armee, die einen Staat besitzt.“

—  Honoré Gabriel de Mirabeau französischer Politiker, Physiokrat, Schriftsteller und Publizist 1749 - 1791

« la Prusse n'est pas un pays qui a une armée, c'est une armée qui a un pays ».
Häufig Mirabeau zugeschrieben, manchmal auch - ersichtlich unzutreffend und stets ohne nachvollziehbare Quellenangabe -
Friedrich Leopold von Schrötter (Around 1800, the enlightened Minister von Schrotter, a former professional soldier, summed up the peculiarity of the polity of the Hohenzollerns: "Prussia was not a country with an army, but an army with a country which served as headquarters and food magazine.") oder
August Wilhelm Rehberg (Un homme d'État hanovrien, Rehberg, écrivait au commencement de ce siècle; « La Prusse n'est pas un pays qui a une armée, c'est une armée qui a un pays. »).
Der französische Militärattaché in Berlin, Céleste Stoffel, nannte in einem Bericht an Kaiser Napoléon III. vom 28. Februar 1870 eine Reihe von Charakterisierungen Preußens, die in Berlin umliefen, darunter « la Prusse n'est pas un pays qui a une armée, c'est une armée qui possède un pays ».
Henry Campbell-Bannerman, Financial Secretary to the War Office und Abgeordneter des britischen Unterhauses, sagte dort in einer Rede am 4. März 1872:
"In Prussia every department of the public service, every private industry, and every private interest, was made to yield to the great military necessity for which that country might almost be said to exist. It had been said, indeed, that Prussia was not a country with an Army, but an Army with a country."
Als wahren Urheber des Aphorismus wird man Georg Heinrich von Berenhorst anzusehen haben, der in seinen nachgelassenen, 1845 postum publizierten Papieren bereits 1801 notiert hatte:
„Die preußische Monarchie bleibt immer – nicht ein Land, das eine Armee, sondern eine Armee, die ein Land hat, in welchem sie gleichsam nur einquartirt steht.“
Ohne Berenhorst zu nennen, griff Theodor Fontane dies 1882 in seinem Roman Schach von Wuthenow, der im Jahr 1806 spielt, wie folgt auf:
"Wie steht es denn in Wahrheit mit unsren Kräften? Wir leben von der Hand in den Mund, und warum? weil der Staat Friedrichs des Großen nicht ein Land mit einer Armee, sondern eine Armee mit einem Lande ist. Unser Land ist nur Standquartier und Verpflegungsmagazin. In sich selber entbehrt es aller großen Ressourcen. Siegen wir, so geht es; aber Kriege führen dürfen nur solche Länder, die Niederlagen ertragen können. Das können wir nicht. Ist die Armee hin, so ist alles hin. Und wie schnell eine Armee hin sein kann, das hat uns Austerlitz gezeigt."
Fälschlich zugeschrieben
Quelle: Un diplomate: Guillaume II intime. In: Revue illustrée, Paris, 15. Juni 1894, S. 15–20, Zitat S. 15 http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k6268131q/f25. Der dort ebenfalls Mirabeau zugeschriebene Ausspruch « La guerre est l’industrie nationale de la Prusse » kann laut Émile Bourgeois in dieser Form nicht von Mirabeau stammen (vgl. Journal des débats politiques et littéraires 298 (26. Okt. 1924), S. 3–4 http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k4909451/f3.image). Er wurde von Historikern wie Ernest Lavisse (Étude sur l'une des origines de la monarchie prussienne. Paris 1875 S. 263 http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k294328/f273.image) und Albert Sorel ( L'Europe et la Révolution française. Band 1, Paris 1885, S. 467 http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k116140r/f278.image) zitiert und im ersten Weltkrieg für Propagandazwecke http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b9008142g genutzt.
Quelle: Hans Rosenberg: Bureaucracy, Aristocracy and Autocracy: The Prussian Experience, 1660-1815 (Harvard Historical Monographs, 34), Cambridge, Mass. 1958. p. 40. 2nd printing 1966 archive.org https://archive.org/details/bureaucracyarist00rose p. 40
Quelle: Victor Cherbuliez: L'Allemagne politique depuis la paix de Prague (1866-1870). Librairie Hachette Paris 1870. p. 291 https://books.google.de/books?id=FFgBAAAAYAAJ&pg=PA291 n. 1.
Quelle: Céleste Stoffel: Rapports militaires écrits de Berlin 1866-1870, Paris 1871, S. 398 http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11001871_00430.html
Quelle: http://hansard.millbanksystems.com/commons/1872/mar/04/supply-army-estimates#column_1355
Quelle: Aus dem Nachlasse von Georg Heinrich von Berenhorst. Herausgegeben von Eduard von Bülow. Erste Abteilung 1845. Verlag von Aue in Dessau. S. 187 books.google https://books.google.de/books?id=d8UfAAAAMAAJ&q=gleichsam+einquartirt. Rezension in Literaturblatt (Beilage zum Morgenblatt für gebildete Stände) No. 48 vom 7. Juli 1846, S. 191 rechts oben books.google https://books.google.de/books?id=LJwHAAAAQAAJ&hl=de&pg=PT183
Quelle: Sechstes Kapitel: Bei Prinz Louis. zeno.org http://www.zeno.org/nid/20004776267

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„Die Sklaverei als Institution ist in jedem Land ein moralisches und politisches Übel. […] ein größeres Übel für die weiße als für die schwarze Rasse.“

—  Robert Edward Lee Oberst des US-Heeres und Oberbefehlshaber des konföderierten Heeres im Sezessionskrieg 1807 - 1870

1856
Original engl.: "In this enlightened age, there are few I believe, but what will acknowledge, that slavery as an institution, is a moral & political evil in any Country. [...] I think it however a greater evil to the white man than to the black race [...]" - Brief an seine Frau 27. Dezember 1856

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„Die Ehe als Institution hat sich aus der Vergewaltigung als Praxis entwickelt. Vergewaltigung, ursprünglich als Entführung definiert, wurde durch Gefangennahme zur Ehe.“

—  Andrea Dworkin US-amerikanische Feministin und Soziologin 1946 - 2005

Pornographie. Männer beherrschen Frauen, Emma-Verlag 1987, ISBN 3-922670-15-6, S. 29
"Marriage as an institution developed from rape as a practice. Rape, originally defined as abduction, became marriage by capture." - Pornography - Men Possessing Women. p. 19 books.google http://books.google.de/books?id=PdQPAQAAMAAJ&q=marriage+capture

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„Etwas ist faul im Staate Dänemark!“

—  William Shakespeare englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler 1564 - 1616

1. Akt, 4. Szene / Marcellus
Original engl. "Something is rotten in the state of Denmark."
Hamlet - The Tragedy of Hamlet

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