„Das scheinbar am unnötigsten gebrachte, törichtste Opfer steht der absoluten Weisheit immer noch näher als die klügste Tat der sogenannten berechtigten Selbstsucht.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Wenn der Kunst kein Tempel mehr offen steht, dann flüchtet sie in die Werkstatt.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Raison annehmen kann niemand, der nicht schon welche hat.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Wer es versteht, den Leuten mit Anmut und Behagen Dinge auseinander zu setzen, die sie ohnehin wissen, der verschafft sich am geschwindesten den Ruf eines gescheiten Menschen.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Es stände besser um die Welt, wenn die Mühe, die man sich gibt, die subtilsten Moralgesetze auszuklügeln, zur Ausübung der einfachsten angewendet würde.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Gemeinverständlich, das heißt: auch den Gemeinen verständlich, und heißt überdies nicht selten: den Nicht Gemeinen ungenießbar.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Die glücklichen Pessimisten! Welche Freude empfinden sie, so oft sie bewiesen haben, daß es keine Freude gibt.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Der am unrechten Orte vertraute, wird dafür am unrechten Orte mißtrauen.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Theorie und Praxis sind Eins wie Seele und Leib, und wie Seele und Leib liegen sie großenteils mit einander in Streit.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Nichts ist weniger verheißend als Frühreife; die junge Distel sieht einem zukünftigen Baume viel ähnlicher als die junge Eiche.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Nichts wird so oft unwiederbringlich versäumt wie eine Gelegenheit, die sich täglich bietet.“Marie von Ebner-Eschenbach Aphorisms (1880/1893)
„Jeder Künstler soll es der Vogelmutter nachmachen, die sich um ihre Brut nicht mehr bekümmert, sobald sie flügge geworden ist.“Marie von Ebner-Eschenbach
„Es gibt eine nähere Verwandtschaft als die zwischen Mutter und Kind: die zwischen dem Künstler und seinem Werke.“Marie von Ebner-Eschenbach
„Die Moral, die gut genug war für unsere Väter, ist nicht gut genug für unsere Kinder.“Marie von Ebner-Eschenbach
„Man darf anders denken als seine Zeit, aber man darf sich nicht anders kleiden.“Marie von Ebner-Eschenbach
„Steril ist der, dem nichts einfällt. Langweilig ist, wer ein paar alte Gedanken hat, die ihm alle Tage neu einfallen.“Marie von Ebner-Eschenbach
„Es würde viel weniger Böses auf Erden getan, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.“Marie von Ebner-Eschenbach