Zitate von Hastings Kamuzu Banda

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Hastings Kamuzu Banda

Geburtstag: 15. Februar 1898
Todesdatum: 25. November 1997

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Hastings Kamuzu Banda war Unabhängigkeitsführer, Minister in und seit 1966 Präsident Malawis mit zunehmend diktatorischer Amtsausübung.Seine Schulbildung erlangte Banda an verschiedenen Missionsschulen der Church of Scotland in Njassaland und Südafrika. Hastings Banda wurde als Presbyterianer aufgezogen, lebte während seiner Studienzeit in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich. Dabei besuchte er die Wilberforce Academy, Indiana University, University of Chicago und das Meharry Medical College in Nashville. In diesen Bildungseinrichtungen graduierte Banda auf den Gebieten Medizin, Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaften. Später wandte er sich nach Großbritannien. Im Jahr 1941 lebte Banda in Liverpool und war als Arzt in den Stadtteilen der ärmsten Bewohner tätig. Es folgten Studien für Tropenmedizin an der University of Glasgow und der University of Liverpool. An letzterer hielt er sich zwischen 1942 und 1944 auf, wobei er einen Abschluss als Allgemeinmediziner erwarb.Bereits in Großbritannien begann im Nyasaland African Congress sein Engagement gegen die Föderation von Rhodesien und Njassaland. In diesem Kontext kam es zu einer zeitweilig engen Zusammenarbeit mit Jomo Kenyatta und Kwame Nkrumah . Von 1953 bis 1958 war Banda als praktizierender Arzt in Kumasi tätig. Im Jahre 1958 übernahm er die Führung des Nyasaland African Congress. Seine politischen Aktivitäten waren der Regierung der Föderation missliebig. Banda kam deswegen in Haft; das Gefängnis befand sich in Gwelo. 1959 wurde der Nyasaland African Congress während eines Ausnahmezustands zu unrechtmäßigen Organisation erklärt. Am 30. September desselben Jahres gründeten daraufhin Verfechter der Unabhängigkeit, zu denen Banda gehörte, die Malawi Congress Party. Im Juli 1960 war er Teilnehmer an der Lancaster House Constitutional Conference in London.Nach seiner Freilassung war Banda von 1959 bis 1960 Minister of Natural Resources and Local Government. Er trat schließlich gegen die Central African Federation an, die 1963 aufgelöst wurde, und führte das Land unter dem Namen Malawi zur Unabhängigkeit.

Am 1. Februar 1963 wurde er Premierminister, 1966 rief er die Republik aus und wurde ihr Präsident. 1971 erklärte er sich zum Präsidenten auf Lebenszeit. Banda hatte auch weitere Regierungsfunktionen inne. Das waren Minister of External Affairs, Minister of Defence, Minister of Agriculture, Minister of Justice, Minister of Works and Supplies, Minister of Women's and Children's Affairs und Minister of Community Services. Sein prowestlicher Regierungsstil nahm immer mehr autokratische Formen an. Ernsthafte Oppositionsbestrebungen jenseits der Regierungspartei wurden repressiv behandelt. Seit 1977 verfügte Banda über eine umfassende Machtposition. Zusätzlich zu seinen Funktionen als Staatspräsident und Regierungschef Malawis war er Außenminister sowie Oberbefehlshaber der bewaffneten Kräfte seines Landes. Dazu zählte eine aus etwa 6000 Mitarbeitern bestehende Polizei und eine etwa 1500 Mann starke Armee.Banda war einer der wenigen afrikanischen Herrscher, die diplomatische und weitreichende politisch Beziehungen zu Südafrika während der Apartheid unterhielten und galt deshalb unter vielen anderen afrikanischen Führern als Kollaborateur. Die Regierung Banda begann 1967 mit diplomatischen Beziehungen zu Südafrika. Es folgte eine intensive Entwicklung ökonomischer und militärischer Kooperationen. Nachdem 1968 der südafrikanische Außenminister Hilgard Muller in Malawi weilte, kam Banda 1969 zu einem Staatsbesuch nach Südafrika. Im selben Jahr reisten eine Parlamentariergruppe und eine Delegation des Afrikaanse Handelsinstituut nach Malawi. Am 6. Februar 1970 erstattete Hilgard Muller im Parlament über die Beziehungen zu Malawi einen Bericht, worauf bekannt wurde, dass Südafrika einen Kredit von 8 Mio. Rand für den Aufbau der neuen malawischen Hauptstadt Lilongwe bewilligt habe und die IDC für Investitionen und Exporte 10 Mio. Rand einsetzen werde. Im Mai 1970 stattete Premierminister Vorster einen Gegenbesuch ab, die erste Staatsvisite eines südafrikanischen Regierungschefs in einem unabhängigen afrikanischen Staat. Um 1978 hielten sich 38.525 malawische Wanderarbeiter in Südafrika auf, mehr als beispielsweise aus Botswana oder Rhodesien.Der südafrikanische Nachrichtendienst BOSS sowie dessen Nachfolgeinstitution NIS unterhielten sehr gute Beziehungen zur Regierung Bandas. Pieter Willem Botha nutzte die langjährigen Arbeitskontakte in der öffentlichen Darstellung seiner Außenpolitik als Beleg für „normale“ Beziehungen zu anderen afrikanischen Staaten.Banda erlaubte Portugal während seines Kolonialkriegs, Ausrüstung und Truppen durch Malawi zu ihrem Einsatzgebiet zu bringen, was den Luftraum mit einschloss. Auch leistete er logistische Hilfe und verkaufte Treibstoff und andere Waren an die Portugiesen. Im Gegenzug erhielt er Geld und Waffen und portugiesische Truppen bildeten zeitweise malawische Sicherheitskräfte aus.

Bandas westlich geprägte Haltung war u. a. dafür verantwortlich, dass er die Kamazu-Akademie begründete, eine Schule nach dem Vorbild von Eton, in der malawische Kinder von ausländischen Lehrern in Latein und Altgriechisch unterrichtet wurden.Im Laufe seiner Ein-Parteien-Regierung häufte er ein Privatvermögen von mindestens 320 Millionen US-Dollar an.

1994 veranlasste Banda schließlich demokratische Wahlen, bei denen er mit großem Abstand Bakili Muluzi, einem Yao aus dem Süden des Landes, unterlag, dessen Regierungszeit nicht ohne Kontroversen auskommen sollte. Banda trat widerstandslos ab. Die Malawi Congress Party, die er begründet hatte, blieb nach seinem Tod bestehen und verlor nach einem Referendum von 1993 ihre große Bedeutung.Banda starb 1997 nach der Überführung aus einem malawischen Krankenhaus mit Fieber und einer Lungenentzündung in der Garden City Clinic von Johannesburg an Atemversagen. Die unterschiedlichen Angaben über sein erreichtes Lebensalter resultieren aus differierenden Angaben des Krankenhauses und malawischen Regierungsquellen.

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Zitate Hastings Kamuzu Banda

„Douglas Brown: Dr Banda, what is the purpose of your visit?
Hastings Banda: Well, I've been asked by the Secretary of State to come here.
Brown: Have you come here to ask the Secretary of State a firm date for Nyasaland's independence?
Banda: I won't tell you that.
Brown: When do you hope to get independence?
Banda: I won't tell you that.
Brown: Dr Banda, when you get independence, are you as determined as ever to break away from the Central African Federation?
Banda: Need you ask me that question at this stage?
Brown: Well, this stage is as good as any other stage. Why do you ask me why I shouldn't ask you this question at this stage?
Banda: Haven't I said that enough for everybody to be convinced that I mean just that?
Brown: Dr Banda, if you break with the Central African Federation, how will you make out economically? After all, your country isn't really a rich country.
Banda: Don't ask me that, leave that to me.
Brown: In which way is your mind working?
Banda: Which way? I won't tell you that.
Brown: Where do you hope to get economic aid from?
Banda: I won't tell you that.
Brown: Are you going to tell me anything?
Banda: Nothing.
Brown: Are you going to tell me why you've been to Portugal?
Banda: That's my business.
Brown: In fact you're going to tell me nothing at all.
Banda: Nothing at all.
Brown: So it's a singularly fruitless interview?
Banda: Well, it's up to you.
Brown: Thank you very much.“

—  Hastings Banda
BBC Training "Interviews from hell" http://www.bbctraining.com/modules/2604/hell2.html. BBC INFAX http://open.bbc.co.uk/catalogue/infax/programme/SX+28015_9 BBC Interview, 21 June 1962

„Our talks were very pleasant, as usual. Remember I used to vote Labour when I was here.“

—  Hastings Banda
"Dr. Banda Denies Civil War", The Times, 12 December 1964, p. 6. Remarks to the press after talks with Harold Wilson, 11 December 1964.

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