Zitate von Alfred Herrhausen

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Alfred Herrhausen

Geburtstag: 30. Januar 1930
Todesdatum: 30. November 1989

Alfred Herrhausen war ein deutscher Bankmanager und Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Unter seiner Führung stieg die Deutsche Bank durch eine Reihe von strategischen Umstrukturierungen und Zukäufen in die Spitzengruppe der international agierenden Geschäftsbanken auf. Er gab der Bank eine neue Unternehmensstruktur, die lange Bestand hatte, und machte sie zum unangefochtenen Marktführer in Westdeutschland.

Herrhausen galt in fachlicher und persönlicher Hinsicht als Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Spitzenmanagern. Viele Beobachter betonten seine unternehmerische und intellektuelle Brillanz, wobei seine häufig unkonventionellen Konzepte und Gedanken oft Kritik von Vorstandskollegen und der Bankenwelt hervorriefen. So betonte er etwa öffentlich, dass Banken mit ihrer Macht verantwortungsvoll umgehen müssten, und forderte – analog zu Gorbatschows „Glasnost“ in der Sowjetunion – mehr Transparenz und Offenheit auch für das kapitalistische System. 1987 und erneut 1988 stieß er mit nachdrücklichen Forderungen nach einem wirtschaftlich und moralisch begründeten Schuldenerlass für hochverschuldete Entwicklungsländer auf massiven Widerstand der internationalen Finanzwelt.

Herrhausen starb bei einem gegen ihn gerichteten Bombenattentat. Die linksextremistische Terrororganisation Rote Armee Fraktion bekannte sich zu dem Mord. Die Täter konnten nicht ermittelt werden.

Am Tag nach der Ermordung zogen etwa 10.000 Menschen in einem Schweigemarsch durch das Frankfurter Bankenviertel.

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„Handlung muss durch Haltung begründet sein.“ Rede auf der Jahreshauptversammlung der Deutschen Bank im Mai 1989, zitiert nach Andres Veiel in brand eins, Nr. 7, 2004 brandeins. de

„Wer ganz oben ist, muß das Ziel seines persönlichen Ehrgeizes ändern.“ zitiert in: DER SPIEGEL, 11/89 vom 13. März 1989, S. 26 spiegel. de

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