Zitate von William Congreve

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William Congreve

Geburtstag: 24. Januar 1670
Todesdatum: 19. Januar 1729

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William Congreve war ein englischer Dramatiker und Dichter. Congreve wuchs als Sohn des Garnisonskommandeurs von Youghal in Irland auf und studierte Rechtswissenschaften am Trinity College in Dublin. Dort lernte er Jonathan Swift kennen, der lebenslang sein Freund blieb. Nach seinem Studienabschluss zog Congreve die Aufmerksamkeit von John Dryden auf sich und begann mit dem Schreiben von Theaterstücken. Dryden und Thomas Southerne halfen dem jungen Kollegen bei seinem ersten Stück The Old Bachelor.

Congreve schrieb als einer der Hauptvertreter der Restaurationskomödie einige der beliebtesten Theaterstücke der Epoche des späten 17. und sehr frühen 18. Jahrhunderts . Im Alter von 30 Jahren hatte er bereits fünf bedeutende Stücke geschrieben, darunter Love for Love und The Way of the World . Zwei seiner Komödien, The Old Bachelor und The Double Dealer, wurden gar vom angesehenen Komponisten Henry Purcell vertont. 1701 veröffentlichte er das Libretto zu einer Masque The Judgement of Paris, für dessen Vertonung ein Kompositionswettbewerb veranstaltet wurde, den John Weldon vor John Eccles gewann.

Love for Love bescherte Congreve einen Bühnenerfolg, und das Stück erlebte bis weit ins 18. Jahrhundert viele Aufführungen. Zwar gilt die Handlung als einfach, aber die Figurenzeichnung und die brillante Dialogführung gelten zu Recht als gelungen.

The Way of the World ist streng genommen keine klassische Restaurationskomödie mehr. Die Konventionen des Genres werden durchbrochen, hin zu einer stärkeren Ausrichtung auf Empfindung und Verhalten. In dem Stück geht es u.a. um die Frage, inwieweit Verträge eine Rolle in zwischenmenschlichen Beziehungen spielen. Einerseits dienen Verträge zur Absicherung gegenüber habgierigen Fremden, andererseits sind sie Mittel der Ausbeutung. Das Vertragsthema wird auf spielerische Weise zwischen den Hauptfiguren Millamant und Mirabell verhandelt: berühmt ist die sog. proviso scene, in der die Liebenden ihre Bedingungen stellen, unter denen sie für eine Eheschließung bereit sind. Die Dialoge im Stück sind meisterhaft und geschliffen, in Erinnerung bleibt sicher die Witwe Lady Wishfort, die je nach gesellschaftlichem Umfeld in unterschiedlichen Sprachebenen kommuniziert .

Congreves Karriere endete fast ebenso plötzlich, wie sie begonnen hatte, nachdem der Geschmack des Publikums sich ab 1700 von der intelligenten, sexuell aufgeladenen „comedy of manners“ abgewandt hatte, auf die sich Congreve spezialisiert hatte. Auf Jeremy Colliers Kritik in der Streitschrift A Short View of the Immorality and Profaneness of the English Stage reagierte er angeblich besonders gereizt, bis hin zur Veröffentlichung einer langen Antwort .

Von der Gicht geplagt, gab er das Theater völlig auf, lebte fortan von den Tantiemen seiner früheren Werke und kam in den Genuss dreier Sinekuren, die ihm sein Mäzen, der spätere Lord Halifax, verschafft hatte. Außerdem wurde er auf der Seite der Whigs in der Politik tätig und bekleidete mehrere kleinere politische Ämter. Zeit seines Lebens war Congreve ein aufmerksamer Beobachter und Sammler seiner Träume, die er - neben der Dichtkunst - als „die Sprache unserer eigentlichen Natur“ empfand. Voltaire besuchte ihn, sah er in Congreve doch einen wahren Repräsentanten der englischen Literatur.

Um 1705–1706 entstand ein Libretto über die mythische Königstochter Semele, das John Eccles 1707 als eine der ersten vollständig gesungenen englischsprachigen Opern vertonte. Eine zeitgenössische Aufführung der Oper ist nicht nachgewiesen. 1743 wurde es in einer Bearbeitung von Newburgh Hamilton von Georg Friedrich Händel ein zweites Mal als dramatisches Oratorium Semele vertont und steht in dieser Version seit dem 20. Jahrhundert wieder häufig auf dem Spielplan der Opernhäuser.

Nach 1706 veröffentlichte er nur noch gelegentlich Gedichte und einige Übersetzungen .

Congreve starb 1729 bei einem Kutschenunfall in London und wurde im „Poets’ Corner“ der Westminster Abbey beigesetzt.

Zitate William Congreve

„Say what you will, 'tis better to be left than never to have been loved.“

— William Congreve
Act II, scene i. Precedent for Alfred Tennyson's more famous: "'Tis better to have loved and lost than never to have loved at all"

„Let us be very strange and well-bred“

— William Congreve
Context: Let us be very strange and well-bred: Let us be as strange as if we had been married a great while; And as well-bred as if we were not married at all. Act IV, scene v

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„Married in haste, we may repent at leisure.“

— William Congreve
Context: Thus grief still treads upon the heels of pleasure; Married in haste, we may repent at leisure. Act V, scene viii. Compare: "Who wooed in haste, and means to wed at leisure", William Shakespeare, The Taming of the Shrew, Act iii, scene 2

„Heav'n has no Rage, like Love to Hatred turn'd,
Nor Hell a Fury, like a Woman scorn'd.“

— William Congreve
Context: Vile and ingrate! too late thou shalt repent The base Injustice thou hast done my Love: Yes, thou shalt know, spite of thy past Distress, And all those Ills which thou so long hast mourn'd; Heav'n has no Rage, like Love to Hatred turn'd, Nor Hell a Fury, like a Woman scorn'd. Act III, scene viii; often paraphrased: "Hell hath no fury like a woman scorned". A similar line occurs in Love's Last Shift, by Colley Cibber, act iv.: "We shall find no fiend in hell can match the fury of a disappointed woman".

„Musick has Charms to sooth a savage Breast,
To soften Rocks, or bend a knotted Oak.“

— William Congreve
Context: Musick has Charms to sooth a savage Breast, To soften Rocks, or bend a knotted Oak. I've read, that things inanimate have mov'd, And, as with living Souls, have been inform'd, By Magick Numbers and persuasive Sound. What then am I? Am I more senseless grown Than Trees, or Flint? O force of constant Woe! 'Tis not in Harmony to calm my Griefs. Anselmo sleeps, and is at Peace; last Night The silent Tomb receiv'd the good Old King; He and his Sorrows now are safely lodg'd Within its cold, but hospitable Bosom. Why am not I at Peace? Act I, scene i; the first lines of this passage are often rendered in modern spelling as "Music has charms to soothe a savage breast", or misquoted as: "Music hath charms to soothe the savage beast".

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„If there's delight in love, 'tis when I see
That heart which others bleed for, bleed for me.“

— William Congreve
[http://books.google.com/books?id=2LQNAAAAQAAJ&q=%22If+there's+delight+in+love+tis+when+I%22+%22That+heart+which+others+bleed+for+bleed+for+me%22&pg=PA34#v=onepage Act III, scene xii]

„Defer not till tomorrow to be wise,
Tomorrow's sun to thee may never rise.“

— William Congreve
"Letter to Cobham", line 61. Compare: "Be wise to-day, 't is madness to defer", Edward Young, Night Thoughts, Night i. line 390

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