Jânio da Silva Quadros war ein brasilianischer Politiker und im Jahr 1961 Präsident seines Landes.
Da Silva Quadros war von 1948 bis 1953 Stadtrat und von 1953 bis 1954 und 1955 Stadtpräfekt der Stadt São Paulo. Er wechselte in die Landespolitik und war von 1955 bis 1959 Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaates. 1960 trat er zur Präsidentenwahl an. Sein Wahlsieg gegen Politiker der alten Garde, vor allem mit Versprechen der weiteren Demokratisierung und des Kampfes gegen die Korruption, sorgte weithin für Aufsehen. Gewonnen hatte er die Wahl vor allem als Antipolitiker; seine offene Freundschaft und Unterstützung für Fidel Castro riefen die Vereinigten Staaten auf den Plan.
Er übernahm das Präsidentenamt 1961 von Juscelino Kubitschek. Quadros versuchte mit radikalen Mitteln, den Staatshaushalt zu sanieren, machte sich damit, vor allem aber auch mit seiner exzentrischen Art, unbeliebt. Nach nur sieben Monaten im Amt kündigte er am 25. August 1961 seinen Rücktritt an, in der Hoffnung, die Massen würden für ihn auf die Straße gehen. Die Massen taten dies nicht und sein Nachfolger wurde verfassungsgemäß der sozialreformistische bisherige Vizepräsident João Goulart. Da Goulart sich jedoch zum Zeitpunkt des Rücktritts von da Silva Quadros zu einem Staatsbesuch in China aufhielt, übernahm Parlamentspräsident Pascoal Ranieri Mazzilli bis zur Rückkehr Goularts am 7. September 1961 die Amtsgeschäfte.
Vom 1. Januar 1986 bis zum 31. Dezember 1988 hatte er das Amt des Bürgermeisters von São Paulo zum dritten Mal inne. Wikipedia
✵ 25. Januar 1917 – 16. Februar 1992