„Ein Fälscher ist, wer Nietzsche interpretiert, indem er Zitate aus ihm benutzt, denn er kann ihn all das sagen lassen, worauf er selbst aus ist, indem er authentische Worte und Sätze nach freien Belieben geschickt arrangiert. Im Bergwerk dieses Denkers ist jedes Metall zu finden: Nietzsche hat alles gesagt und das Gegenteil von allem. Und überhaupt ist es unredlich, sich der Zitate aus Nietzsche zu bedienen, wenn man über ihn spricht; man verleiht so den eigenen Worten Gewicht durch die Wirkung, die von ihm ausgeht, daß die seinen in ihnen erscheinen.“

Giorgio Colli, "Nach Nietzsche", Aus dem Italienischen von Reimar Klein, EVA Frankfurt/Main 1980, S. 209 books.google https://books.google.de/books?id=nq08AAAAYAAJ&q=bergwerk
(“Un falsario è chi interpreta Nietzsche utilizzando le sue citazioni, perché gli farà dire tutto quello che vorrà lui, aggeggiando a suo piacimento parole e frasi auetentiche. Nella miniera di questo pensatore è contenuto ogni metallo: Nietzsche ha detto tutto e il contrario di tutto. E in generale è disonesto servirsi delle citazioni di Nietzsche parlando di lui, poiché così di dà valore alle proprie parole con la suggestione che suscita l'introduzione delle sue.” - Giorgio Colli: Dopo Nietzsche, Adelphi Edizioni Milano 1974, p. 196 books.google https://books.google.de/books?id=MAMhCwAAQBAJ&pg=PT95&dq=miniera).

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 3. Juni 2021. Geschichte
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italienischer Philosoph 1917 - 1979

Ähnliche Zitate

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„Es wird wohl falsch zitiert sein; die meisten Zitate sind falsch.“

—  Theodor Fontane, buch Die Poggenpuhls

Die Poggenpuhls (1896), 11. Kapitel (Leo am 19. Januar an Manon) Aus: Theodor Fontane: Die Poggenpohls 11. Kapitel ( zeno.org http://www.zeno.org/Literatur/M/Fontane,+Theodor/Romane/Die+Poggenpuhls/11.+Kapitel), S.388
Andere Quellen

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„Zitat ist ein brauchbarer Ersatz für Witz.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

„populationen leben den stil der zitate, derer sie mächtig sind“

—  Oswald Wiener österreichischer Schriftsteller, Sprachtheoretiker und Kybernetiker 1935

die verbesserung von mitteleuropa, roman. Rowohlt, 1969. S. XIII. ISBN 3-499-11495-X

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„die Glaubwürdigkeit des Zitates sei anheimgestellt.“

—  Maria II. von England Königin von England, Schottland und Irland 1662 - 1694

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„Wo Worte selten sind, haben sie Gewicht.“

—  William Shakespeare englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler 1564 - 1616

2. Akt, 1. Szene / Gaunt
Original engl. "Where words are scarse, they are seldome spent in vaine"
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„Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.“

—  Rudyard Kipling britischer Schriftsteller und Dichter 1865 - 1936

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„Es war gut von Friedrich Nietzsche, Gott für tot zu erklären – ich aber sage, dass er überhaupt nie auf die Welt gekommen ist. Er ist eine Geschichte, eine Erfindung: keine Entdeckung. Versteht ihr den Unterschied zwischen einer Erfindung und einer Entdeckung? Eine Entdeckung hat mit der Wirklichkeit zu tun; eine Erfindung dagegen ist von euch fabriziert worden.“

—  Osho indischer Philosoph und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung 1931 - 1990

Osho: "God is Dead, Now Zen is the Only Living Truth", Rebel Publishing House, Köln, 1989, ISBN 3-89338-081-7, Kapitel 1. Ein Video des englischen Originalvortrags wurde vom Urheberrechtsinhaber online http://www.youtube.com/watch?v=PBEIeRSLb8k verfügbar gemacht. Deutsche Übersetzung: S. Jayen.
Original englisch; "It was good of Friedrich Nietzsche to declare God dead – I declare that he has never been born. It is a created fiction, an invention, not a discovery. Do you understand the difference between invention and discovery? A discovery is about truth, an invention is manufactured by you." - http://www.iwise.com/2w4Ku

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Citát „Musik spricht dort, wo Worte fehlen.“
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„Musik spricht dort, wo Worte fehlen.“

—  Hans Christian Andersen dänischer Dichter und Schriftsteller 1805 - 1875

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„Oh, sagt man doch, daß Zungen Sterbender // Wie tiefe Harmonie Gehör erzwingen; // Wo Worte selten, haben sie Gewicht: // Denn Wahrheit atmet, wer schwer atmend spricht.“

—  William Shakespeare englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler 1564 - 1616

2. Akt, 2. Szene / Gaunt http://www.zeno.org/nid/20005688612 Übersetzung August Wilhelm Schlegel
Richard II. - The life and death of King Richard the Second

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„Ein Aphoristiker sagt, ohne viele Worte zu machen, alles in einem Satz.“

—  Gerhard Uhlenbruck deutscher Mediziner und Aphoristiker 1929

Kein Blatt vor den Mund nehmen, S. 21
Kein Blatt vor den Mund nehmen

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„Forscht und sehnt euch nicht nach letzten Worten! Wer mit Gott spricht, redet nicht mehr zu Menschen.“

—  Walter Flex deutscher Dichter 1887 - 1917

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"Der Wanderer zwischen beiden Welten" (1916)

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