Iacopone da Todi Zitate

Iacopone da Todi, ursprünglich Iacobus de Benedictis, , übte den Beruf eines Advokaten aus, bis der plötzliche Unfalltod seiner jungen Frau sein Leben veränderte; er gab seinen Beruf auf und lebte als armer Büßer in den Straßen seiner Heimatstadt. So jedenfalls wird es in einer Lebensbeschreibung erzählt, die allerdings erst viel später entstand. Seine drastischen Symbolhandlungen sollen Iacobo den Spottnamen „Iacopone“ eingetragen haben: So bat ihn einmal ein Bekannter, er möge für ihn einige Hühner vom Markt „nach Hause“ bringen. Iacopone verstaute diese daraufhin in der Familiengruft des Mannes, denn dort, „im Grab, seien wir alle in Wirklichkeit zu Hause“. Nach zehn Jahren eines Lebens als büßender Narr trat er in den Bettelorden der Franziskaner ein.

Im „Armutsstreit“, einer Auseinandersetzung innerhalb des Ordens um die Verpflichtung zur Armut, setzte sich Iacopone radikal für die absolute Armut im Sinne des Heiligen Franz von Assisi ein und geriet dadurch in Konflikt mit Papst Bonifatius VIII., der ihn exkommunizierte und inhaftierte . Nach dem Tod des Papstes wurde die Strafe aufgehoben, so dass Iacopone mit der Kirche versöhnt im Kreis seiner Mitbrüder sterben konnte.

Iacopone gilt als ein hervorragender religiöser Lyriker des Mittelalters. Von Bedeutung ist, dass er vor allem in der italienischen bzw. umbrischen Volkssprache schrieb und sich nicht auf die lateinische Gelehrtensprache beschränkte. In seinen Laude dachte er sich tief in die Leiden Christi ein. Allerdings wird das traditionell auf Iacopone zurückgeführte Stabat mater, ein berühmter und kunstvoller lateinischer Hymnus, heute nicht mehr ihm zugeschrieben. Neben der Passions- und Leidensthematik steht die Liebe im Zentrum seiner Dichtung.

Iacopone ist Stadtpatron von Todi. Wikipedia  

✵ 1236 – 25. Dezember 1306
Iacopone da Todi Foto
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Iacopone da Todi: Zitate auf Englisch

“Now, a new creature, I in Christ am born,
The old man stripped away; -- I am new-made;
And mounting in me, like the sun at morn,
Love breaks my heart, even as a broken blade:
Christ, First and Only Fair, from me hath shorn
My will, my wits, and all that in me stayed,
I in His arms am laid,
I cry and call --
O Thou my All,
O let me die of Love!”

Jacopone da Todi

From All Saints: Daily Reflections on Saints, Prophets, and Witnesses for Our Time, As air becomes the medium for light when the sun rises, and as wax melts from the heat of fire, so the soul drawn to that light is resplendent, feels self melt awayby Robert Ellsberg

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