Dietrich Bonhoeffer: Zitate über Gott

Dietrich Bonhoeffer war deutscher evangelisch-lutherischer Theologe. Entdecken Sie interessante Zitate über gott.
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„[…] das Reden von den menschlichen Grenzen ist mir überhaupt fragwürdig geworden […], es scheint mir immer, wir wollten dadurch nur ängstlich Raum aussparen für Gott; […].“

Dietrich Bonhoeffer

Brief an Eberhard Bethge vom 30. April 1944, in: Widerstand und Ergebung (hg. von Eberhard Bethge), 10. Aufl., Gütersloh 1978, S. 135.

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„Von guten Mächten treu und still ergeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsere Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
Ach Herr, gib unseren aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen
die du in unsere Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt,
die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Dietrich Bonhoeffer buch Dietrich Bonhoeffer schrieb den Text „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ am 19. Dezember 1944. Er verfasste das siebenstrophige Gedicht als Weihnachtsgruß und Gebet für seine Verlobte Maria von Wedemeyer und seine Familie in seiner Zelle im Gestapo-Gefängnis in Berlin-Tegel. Den gesamten Brief können Sie auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nachlesen. Die Hintergründe zur Entstehung des Gedichtes werden in einem Beitrag der Evangelischen Akademie Tutzing beschrieben.