Zitate von Robert Emmet

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Robert Emmet

Geburtstag:4. März 1778
Todesdatum:20. September 1803

Robert Emmet war ein irischer Rebellenführer und Nationalist. Er war 1803 Anführer einer erfolglosen Rebellion gegen die britische Herrschaft, wurde gefangen genommen und hingerichtet.

Emmet wurde in Dublin in eine wohlhabende protestantische Familie hineingeboren. Sein Vater war Arzt des Lord Lieutenant of Ireland sowie von Mitgliedern der britischen Königsfamilie bei ihren Reisen nach Irland.

Emmet besuchte das Trinity College in Dublin, brach aber sein Studium ab, als er den patriotischen United Irishmen beitrat. Nachdem die Irische Rebellion von 1798 unter Theobald Wolfe Tone im Mai desselben Jahren niedergeschlagen wurde, suchte Emmet Exil in Frankreich, wo er revolutionären Gruppen in Paris beitrat.

1802, während einer kurzen Kampfpause im napoleonischen Krieg, stieß Emmet zu einer irischen Delegation, die Napoleon um Hilfe bitten wollte. Das Hilfegesuch war erfolglos, da Napoleon einen Friedensvertrag mit dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland schloss.

Als der europäische Konflikt im Mai 1803 erneut ausbrach, kehrten Emmet und andere Revolutionäre nach Irland zurück, um dort eine Rebellion anzuführen. Der Aufstand begann voreilig und schlecht organisiert am 23. Juli 1803 in Dublin mit dem erfolglosen Versuch, Dublin Castle zu erobern. In den folgenden Unruhen wurde der oberste irische Richter ermordet. Emmet floh und versuchte sich zu verstecken, wurde aber bereits am 25. August nahe Harold’s Cross gefangen genommen. Er wurde wegen Landesverrat am 19. September verurteilt. Nach der Urteilsverkündung hielt Emmet noch eine Ansprache – auch als „Ansprache von der Anklagebank“ bekannt.

Auszug: „[…] Lasst niemanden meine Grabinschrift vornehmen, denn niemand, der meine Motive kennt, würde es wagen sie jetzt zu rechtfertigen. […] Wenn mein Land seinen Platz inmitten der Nationen der Erde eingenommen hat, dann, und erst dann, wird meine Person Rechtfertigung erlangen. Dann kann mein Grabstein eine Inschrift erhalten. Ich bin fertig.“

Bereits einen Tag später, am 20. September, wurde das Urteil vollstreckt. Emmet wurde vom Gefängnis Kilmainham Gaol zum Platz seiner Hinrichtung gebracht. Er wurde zweimal vom Henker gefragt, ob er bereit sei und antwortete beide Male mit nein. Bevor er ein drittes Mal antworten konnte, wurde Emmet gehängt. Doch damit war das Urteil noch nicht erfüllt. Er wurde abgenommen und zusätzlich geköpft. Der Henker Thomas Galvin hielt der zusehenden Menge den Kopf hin und sagte: „Dies ist der Kopf des Verräters Robert Emmet.“

Wo die Überreste von Emmet begraben wurden, ist bis heute ungeklärt. Zahlreiche Hypothesen über den Platz seiner letzten Ruhe wurden in den letzten 200 Jahren aufgestellt, doch keine von ihnen konnte letztlich bewiesen werden.

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