„Die Gegenwart weiß nichts von sich, / der Abschied fühlt sich mit Entsetzen, / entfernen zieht dich hinter dich, / Abwesenheit allein versteht zu schätzen.“Johann Wolfgang von Goethe
„Mir ist das All, ich bin mir selbst verloren, / der ich noch erst den Göttern Liebling war; / sie prüften mich, verliehen mir Pandoren, / so reich an Gütern, reicher an Gefahr; / sie drängten mich zum gabeseligen Munde, / sie trennen mich und richten mich zugrunde.“Johann Wolfgang von Goethe
„Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu allem macht.“Johann Wolfgang von Goethe
„Es ist eine eigene Sache, schon durch die Geburt auf einen erhabenen Platz in der menschlichen Gesellschaft gesetzt zu sein.“Johann Wolfgang von Goethe
„Wer von der Schönen zu scheiden verdammt ist, / Fliehe mit abgewendetem Blick! / Wie er, sie schauend, im Tiefsten entflammt ist, / Zieht sie, ach! reißt sie ihn ewig zurück!“Johann Wolfgang von Goethe
„Bei der Abreise fällt einem doch immer jedes frühere Scheiden und auch das künftige letzte unwillkürlich in den Sinn.“Johann Wolfgang von Goethe
„Das Wiedersehn ist froh, das Scheiden schwer, / Das Wieder-Wiedersehn beglückt noch mehr, / Und Jahre sind im Augenblick ersetzt; / Doch tückisch harrt das Lebewohl zuletzt.“Johann Wolfgang von Goethe
„Nicht im Augenblicke steh ich still / bei so verstockten Sündern, / und wer nicht mit mir schreiten will, / soll meinen Schritt nicht hindern.“Johann Wolfgang von Goethe
„Wie tröstlich ist es, einem Freunde, der auf eine kurze Zeit verreisen will, / ein klein Geschenk zu geben, sei es nur ein neuer Mantel oder eine Waffe!“Johann Wolfgang von Goethe
„Für mein Gefühl ist man noch immer in der Nähe seiner Lieben, solange die Ströme von uns zu ihnen laufen.“Johann Wolfgang von Goethe
„Ungezogen genug sind schon die Menschen, und jeder / hegt noch mit viel Bedacht seinen verzogenen Hund.“Johann Wolfgang von Goethe
„Junge Gänschen sehen so altklug aus, besonders um die Augen, so vielgelebt, und werden doch mit jedem Tag wie größer, so dümmer.“Johann Wolfgang von Goethe
„Sie erinnern sich wohl, was ein Reisender von der Stadt Grätz erzählt: Daß er darin so viele Hunde und so viele stumme, halb alberne Menschen gefunden habe. Sollte es nicht möglich sein, daß der habituelle Anblick von bellenden unvernünftigen Tieren auf die menschliche Generation einigen Einfluß haben könnte?“Johann Wolfgang von Goethe
„Dich hat Amor gewiß, o Sängerin, fütternd erzogen, / kindisch reichte der Gott dir mit dem Pfeile die Kost. / So, durchdrungen von Gift die harmlosatmende Kehle, / trifft mit der Liebe Gewalt nun philomele das Herz.“Johann Wolfgang von Goethe
„Fürstliche Personen werden so viel mit widerwärtigen Menschen geplagt, daß sie die widerwärtigeren Tiere als ein Heilmittel gegen dergleichen unangenehme Eindrücke betrachten. Uns anderen sind Affen und Geschrei der Papageien mit Recht widerwärtig, weil wir diese Tiere hier in einer Umgebung sehen, für die sie nicht gemacht sind. Wären wir aber in dem Fall, auf Elefanten unter Palmen zu reiten, so würden wir in einem solchen Element Affen und Papageien ganz gehörig, ja vielleicht gar…“Johann Wolfgang von Goethe
„Zweck sein selbst ist jegliches Tier, vollkommen entspringt es / aus dem Schoß der Natur und zeugt vollkommene Kinder.“Johann Wolfgang von Goethe
„Als ich einmal eine Spinne erschlagen, / dacht ich, ob ich das gesollt? / Hat Gott ihr doch wie mir gewollt / einen Anteil an diesen Tagen!“Johann Wolfgang von Goethe
„Und wenn sie auch / die Absicht hat, den Freunden wohl zu tun, / so fühlt man Absicht, und man ist verstimmt.“Johann Wolfgang von Goethe