„Was wir wollen, ist die Entkräftung der Zerrbilder, die andere Leute über uns in die Welt gesetzt haben, mit der sie Leute davon abhalten, sich für uns zu interessieren.“Herbert Wehner
„Ich halte die Bewährung eines Volkes als Nation nur dadurch für denkbar, daß es ein hohes Maß an Bürgersinn aufbringt, pflegt und praktisch zur Wirkung kommen läßt. Das hat mich in meinen skandinavischen Lehrjahren so besonders fasziniert.“Herbert Wehner
„Ein Kulturstaat ist noch etwas mehr als ein Staat, der auch etwas für Museen und Ausstellungen ausgibt, das ist die Verschmelzung des Sozialstaats mit dem Rechtsgedanken und mit der Einflußmöglichkeit der nach vorn, nach oben strebenden sozialen Schichten in unserem Volk.“Herbert Wehner
„Diskussion will gelernt sein. Zur Diskussion gehört, zuhören zu wollen und zuhören zu können. Zur Diskussion gehört auch, sich in die Auffassungen des anderen hineinversetzen zu wollen, damit man schließlich zum Kern der Sache kommen kann.“Herbert Wehner
„Meine Auffassung von Terroristen ist schlicht, ob sie nun, aus welchen Gründen immer, ihre Terrorakte ‚links‘ oder ‚rechts‘ motivieren: Sie sind immer Zutreiber und manchmal bewußte Zuhälter der Reaktion.“Herbert Wehner
„Pluralismus ist nicht nur ein Nebeneinander der verschiedensten Gruppen und Organisationen, sondern auch ein Gegeneinander. Da muß man wissen, gegen welche Interessen man kämpfen und auch standhaft kämpfen muß.“Herbert Wehner
„Das ist nun so bei der kommunistischen Theorie, die in diesem Punkte eine – ohne Spott – eine Theologie ist, daß sie alle anderen eliminieren müssen, sofern diese sich nicht von ihnen umformen und verdauen lassen.“Herbert Wehner
„In den Bundestag wollte ich nicht. Ich dachte, das braucht Zeit – und warum soll ich? Ich habe Kurt Schumacher gesagt: Sie werden mir doch dort von allen Seiten manchmal täglich bei lebendigem Leibe die Haut vom Leibe reißen. Ja, sagte er, das werden sie, aber das wirst du auch aushalten. So ging das. Und das habe ich manchmal so gefühlt, als wenn mir die Haut vom Leibe gezogen würde.“Herbert Wehner
„Das, worin Sie, meine Damen und Herren, und wir übereinstimmen, wiegt nach meiner Ansicht nicht weniger schwer als das, worüber wir streiten, um es sehr nüchtern zu sagen.“Herbert Wehner
„Die Freiheit der Person, das Recht und die soziale Gerechtigkeit werden in einem geeinigten Deutschland triumphieren.“Herbert Wehner
„Und wenn mir einer sagt: Ja, wenn es um die reale Macht geht, ist es unausweichlich, daß man hart vorgehen muß – bin ich bereit, Namen für Namen anzugeben von Leuten, die sich in ihrer Jugendzeit eingesetzt haben und geschlachtet worden sind für eine Sache, für die sie, wenn sie sie begriffen hätten, nicht den Finger gerührt hätten.“Herbert Wehner
„Der Ereignisse vom Juni 1953 würde man nicht gerecht, gedächte man ihrer lediglich an Hand des Kalenders, ebensowenig, gedächte man ihrer im Rahmen eines Rituals oder gar Zeremoniells. Man würde ihrer auch nicht gerecht, wenn man annähme, sie seien wiederholbar oder man könne sich auf sie berufen zur Bemäntelung eigenen Tuns und Nichttuns.“Herbert Wehner
„Auch und gerade die Parteien müssen Mittel und Wege finden, damit sie nicht in der modernen Industriegesellschaft ein Kartell neben einem anderen werden. Die Parteien müssen expansiv und dynamisch und nach außen gerichtet sein.“Herbert Wehner
„Resignieren werde ich nicht. Weder habe ich es getan noch denke ich es zu tun. Ich bin für Kämpfen.“Herbert Wehner
„Wir müssen vor der breiten Öffentlichkeit als Partei unter Beweis stellen, daß wir eine allgemeine Ordnung anstreben – darunter verstehe ich den eigentlichen Bereich der Politik -, die keine Schicht und keine Gruppe der Bevölkerung mehr benachteiligt.“Herbert Wehner
„Die Demokratie als die allgemeine Staats- und Lebensordnung in ganz Deutschland durchzusetzen, das ist der erklärte Wille allein der Sozialdemokratischen Partei.“Herbert Wehner
„Deutsche Politik würde ihren Sinn verlieren, wenn wir es aufgäben, als Volk in einem freien Staat zusammenleben zu wollen.“Herbert Wehner
„Dürfte ich für mich ‚philosophieren‘, könnte ich bemerken, daß es ein Zeichen großer Souveränität ist, zu verhandeln, statt unmittelbar zu handeln, solange noch nicht der ganze Verhandlungsspielraum ausgeschöpft ist.“Herbert Wehner