„Für jene, die sich nicht grob abspeisen lassen, ergibt sich die Lage des Waldganges. Zu ihm kann sich der priesterliche Mensch gezwungen sehen, der glaubt, daß ohne Sakrament kein höheres Leben möglich ist und der in der Stillung dieses Hungers sein Amt erblickt. Das führt zum Walde und zu einer Existenz, die immer wiederkehrt in der Verfolgung und vielfach beschrieben ist, wie in der Geschichte des heiligen Polykarp oder in den Memoiren des vortrefflichen d'Aubigné, der Stallmeister Heinrichs IV. war. Unter den Neueren wäre hier Graham Greene zu nennen mit seinem Roman »The Power and the Glory«, der in einer tropischen Landschaft spielt. Wald ist in diesem Sinne natürlich überall; er kann auch in einem Großstadtviertel sein.“Ernst Jünger (1895–1998) deutscher Schriftsteller und Publizist