„… die Zeit scheint ihr zur Verfügung zu stehen wie ein Haus, in dem sie mal dieses, mal jenes Zimmer betreten kann.“Jenny Erpenbeck
„Über das sprechen, was Zeit eigentlich ist, kann er wahrscheinlich am besten mit denen, die aus ihr hinausgefallen sind. Oder in sie hineingesperrt, wenn man so will.“Jenny Erpenbeck Gehen, ging, gegangen
„[…] dass die Erde eher wie eine Müllhalde ist, die verschiedenen Zeiten fallen im Dunkeln, den Mund mit Erde gefüllt, übereinander her, die eine begattet die andre, ohne fruchtbar zu sein, und der Fortschritt besteht immer wieder nur darin, dass die, die auf dieser Erde herumgehen, von alldem nichts wissen.“Jenny Erpenbeck
„Bis heute setzen die älteren Frauen sich vor Sonnenaufgang, noch in der Nacht, unter freiem Himmel hin und singen:Auch wenn einer reich und vermögend ist, ist der Tod ihm nahe.Der Tod ist größer als die Zeit, er umfängt sie.Gerade jetzt sendet er seine Pfeile aus, Sie gehen nieder in die Mitte der Herde.“Jenny Erpenbeck Gehen, ging, gegangen
„Die Zeit macht etwas mit einem Menschen, weil ein Mensch keine Maschine ist, die man an- und ausschalten kann. Die Zeit, in der ein Mensch nicht weiß, wie sein Leben ein Leben werden kann, füllt so einen Untätigen vom Kopf bis zu den Zehen.“Jenny Erpenbeck Gehen, ging, gegangen