„Wenn deine Mutter alt geworden,
und älter du geworden bist,
wenn ihr, was früher leicht und mühlos,
nunmehr zur Last geworden ist,
wenn ihre lieben, treuen Augen,
nicht mehr wie einst ins Leben seh'n,
wenn ihre Füße, kraftgebrochen,
sie nicht mehr tragen woll'n mein Geh'n,
dann reich ihr deinen Arm zur Stütze,
geleite sie mit froher Lust,
die Stunde kommt, da du sie weinend
zum letzten Gang begleiten musst.
Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort,
und fragt sie wieder, - sprich auch du,
und fragt sie nochmals, - steh' ihr Rede,
nicht ungestüm, in sanfter Ruh!
Und kann sie dich nicht recht verstehen,
erklär ihr alles frohbewegt,
die Stunde kommt, die bitt're Stunde,
da dich ihr Mund nach nichts mehr frägt.“

Werbung

Ähnliche Zitate

Jules Renard Foto

„Die Stunden voller Abscheu, in denen man nichts mehr mit sich zu tun haben möchte.“

— Jules Renard französischer Schriftsteller 1864 - 1910
Ideen, in Tinte getaucht. Aus dem Tagebuch

John Donne Foto

„Wem die Stunde schlägt.“

— John Donne englischer Schriftsteller 1572 - 1631

Werbung
Franz von Assisi Foto

„Selig, wer sich vor Untergebenen so demütig benimmt, wie wenn er vor seinem Obern und Herrn stünde.“

— Franz von Assisi Ordensgründer und Heiliger der römisch-katholischen Kirche 1182 - 1226
Seligpreisungen

Franz Grillparzer Foto

„Das Einmaleins ist mir bis auf diese Stunde nicht geläufig.“

— Franz Grillparzer österreichischer Dramatiker 1791 - 1872
Franz Grillparzer: Selbstbiographie

Theodor Storm Foto

„Der Eine fragt: was kommt danach? // Der Andre fragt nur: ist es recht? // Und also unterscheidet sich // Der Freie von dem Knecht.“

— Theodor Storm deutscher Schriftsteller und Jurist 1817 - 1888
Sprüche. In: Gesammelte Schriften, Band 1. Braunschweig: Westermann, 1884. S. 148. Google Books-USA*

Terry Pratchett Foto
Emanuel Geibel Foto

„Klug ist, wer stets zur rechten Stunde kommt, // Doch klüger, wer zu gehn weiß, wann es frommt.“

— Emanuel Geibel deutscher Lyriker 1815 - 1884
Spruch 31. Aus: Neue Gedichte. 12. Auflage. Stuttgart: Cotta, 1872. S. 129. Google Books-USA*

Seneca d.J. Foto

„Alle Stunden umfasse mit beiden Armen. So wirst du weniger vom Morgen abhängen, wenn auf das Heute du die Hand legst.“

— Seneca d.J. römischer Philosoph -4 - 65 v.Chr
Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), I, I, 2

Werbung
Friedrich Schiller Foto

„Der Tag bricht an, und Mars regiert die Stunde.“

— Friedrich Schiller deutscher Dichter, Philosoph und Historiker 1759 - 1805
Wallensteins Tod, I,1 / Wallenstein

Friedrich von Müller Foto

„Licht war seine letzte Forderung, eine halbe Stunde vor dem Ende befahl er: Die Fensterladen auf, damit mehr Licht eindringe.“

— Friedrich von Müller Staatskanzler des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und ein enger Freund Goethes 1779 - 1849
über Johann Wolfgang von Goethe, 22. März 1832

Johann Heinrich Voß Foto

„Des Jahres letzte Stunde // Ertönt mit ernstem Schlag.“

— Johann Heinrich Voß deutscher Dichter und Übersetzer von Klassikern 1751 - 1826
Empfang des Neujahrs. In: Sämmtliche poetische Werke. Hrsg. von Abraham Voss. Leipzig: Müller, 1835. S. 164, Google Books

Wilhelm Busch Foto

„Denn die Summe unseres Lebens // Sind die Stunden, in denen wir liebten.“

— Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908
Summa summarum, S. 750

Werbung
 Sophokles Foto

„Komm, komm, stell dich ein, schönste der Stunden, bring mir des Lebens letztes Ziel!“

—  Sophokles klassischer griechischer Dichter -496 - -406 v.Chr
Antigone, 1328f / Kreon

Till Lindemann Foto
 Catull Foto

„Was können die Götter besseres geben als eine glückliche Stunde?“

—  Catull römischer Dichter -84 - -54 v.Chr
Gedichte Catulls (Carmina Catulli), Gedicht 62,30; hexametrisches Hochzeitsgedicht

Nächster