Zitate über Nachrichten

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema nachrichten.

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„Die großartigste Fähigkeit des menschlichen Geistes ist vielleicht die, mit Schmerzen fertig zu werden. Die klassische Philosophie spricht hier von den vier Pforten des Geistes, die man durchschreiten kann.
Die erste Pforte ist die des Schlafs. Der Schlaf beitet uns Zuflucht vor der Welt und all ihrem Leid. Im Schlaf vergeht die Zeit, und das verschafft uns Abstand zu den Dingen, die uns Schmerz zugefügt haben. Wenn Menschen Verletzungen erleiden, werden sie oft bewusstlos, und jemand, der eine furchtbare Nachricht erhält, fällt vielleicht in Ohnmacht. Der Geist schützt sich also vor dem Schmerz, indem er diese erste Pforte durchschreitet.
Die zweite Pforte ist die des Vergessens. Manche Wunden sind zu tief, um wieder verheilen zu können, oder zumindest zu tief für eine schnelle Heilung. Hinzu kommt, dass manche Erinnerungen ausschließlich schmerzlich sind und sich da nicht heilen lässt. Das Sprichwort "Die Zeit heilt alle Wunden" entspricht nicht der Wahrheit. Die Zeit heilt die meisten Wunden. Die übrigen sind hinter dieser Pforte verborgen.
Die dritte Pforte ist die des Wahnsinns. Manchmal erhält der Geist einen so verheerenden Schlag, dass er sich in den Wahnsinn flüchtet. Das ist nützlicher, als es zunächst scheint. Manchmal besteht die Wirklichkeit nur noch aus Schmerz, und um diesem Schmerz zu entrinnen, muss der Geist die Wirklichkeit hinter sich lassen.
Die vierte und letzte Pforte ist die des Todes. Der letzte Ausweg. Wenn wir erst einmal tot wären, könne uns nichts mehr etwas anhaben - heißt es jedenfalls.“

— Patrick Rothfuss US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller 1973
The Name of the Wind

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„Die ist eines der Phänomene der deutschen Fernsehlandschaft. Die könnten die Nachrichten in Latein verlesen mit zwei brennenden Kerzen, und die Sendung hätte immer noch gute Ratings.“

— Helmut Thoma österreichischer Manager und Pressesprecher 1939
über die Tagesschau, Gespräch in DER SPIEGEL 41/1992, spiegel. de. zitiert in per voi - Eine Zeitschrift für DeutschlehrerInnen in Italien, September bis Dezember 2005, Schwerpunktthema: Medienlandschaft Deutschland, Goethe-Institut Italien, S. 8, goethe. de

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„Und auch wenn die Technik immer besser wird - die Nachrichten werden auch 2020 nicht vor dem Ereignis gesendet werden.“

— Helmut Thoma österreichischer Manager und Pressesprecher 1939
auf die Frage, wie das Fernsehprogramm im Jahr 2020 aussehen wird, Stern Nr. 44/2008 vom 23. Oktober 2008, S. 194

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„Als Kind habe ich anhand der Nachrichten vom Krieg lesen gelernt.“

— Michael Walzer US-amerikanischer Sozialphilosoph und Intellektueller 1935
zitiert auf www. zeit. de, Teil 2

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„Alles Unerträgliche ist im Kopf, weil der Kopf nicht in der Gegenwart verweilt, sondern die Mauern hochklettert, Erkundigungen einzieht und mit unerträglichen Nachrichten zurückkommt, die man dann irgendwie glaubt.“

— David Foster Wallace US-amerikanischer Schriftsteller 1962 - 2008
Unendlicher Spaß, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2009, ISBN 978-3462-04112-5, Seite 1237; Übersetzer: Ulrich Blumenbach

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„Nachrichten gibt es immer mehr, aber sie richten sich nur nach denen, die sie auswählen (lassen). Je mehr Nachrichten über Unwichtiges, umso mehr bleibt Wichtiges verborgen. Weltweit wird Millionen täglich zur selben Zeit für Millionen gleich Wichtiges verschwiegen.“

— Helmut Seethaler österreichischer Schriftsteller 1953
zitiert in: Alexander Glück: "Ein Poet an der Wäscheleine. Helmut Seethaler und die Literaturform des Zettelgedichtes.", Wiener Zeitung, 21. August 1998, wienerzeitung. at (14. Januar 2007)

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„Nein, besser nicht. Sie wird mich nur bitten, Albert eine Nachricht zu bringen.“

— Benjamin Disraeli britischer Premierminister und Romanschriftsteller 1804 - 1881
Letzte Worte, 19. April 1881; er lehnte ein Angebot der Königin Viktoria ab, ihn zu besuchen; gemeint war Viktorias verstorbener Mann Albert von Sachsen-Coburg und Gotha

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