Zitate von Carl Neumann

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Carl Neumann

Geburtstag: 1. Juli 1860
Todesdatum: 9. Oktober 1934

Carl Neumann war ein deutscher Kunsthistoriker und Historiker, bekannt für Untersuchungen zu Rembrandt.

Neumann stammte aus wohlhabender jüdischer Kaufmannsfamilie und studierte ab 1878 in Heidelberg und ab 1880 in Berlin Geschichte. In Berlin hörte er Vorlesungen bei Heinrich von Treitschke und Karl Wilhelm Nitzsch und arbeitete unter Georg Waitz an den Monumenta Germaniae Historica mit. 1882 wurde er in Heidelberg mit einer Dissertation über Bernhard von Clairvaux und den Beginn des zweiten Kreuzzugs promoviert. Danach ging er nach Basel, wo bei Jacob Burckhardt sein Interesse für antike Kunstgeschichte geweckt wurde, deren Studium er danach an der Glyptothek in München fortsetzte. Gleichzeitig fand er Zugang zum Kreis um Anselm Feuerbach . 1884 bis 1887 bereiste er Italien und konvertierte 1887 zum Protestantismus. 1894 habilitierte er sich in Heidelberg .

Als Historiker befasste er sich besonders mit der Spätantike und Kultur des Mittelalters. Als Kunsthistoriker kam es ihm auf Verbindung zur zeitgenössischen Kunst an und er pflegte in seinen Vorlesungen entgegen dem üblichen Verfahren von der Gegenwart zeitlich zurückzugehen.

Ab Ende der 1880er Jahre machte sich eine manisch-depressive Erkrankung bemerkbar, die zu Klinikaufenthalten und mehreren Suizidversuchen führte. In einer Erholungsphase beeindruckte ihn die Betrachtung des Jakobssegens von Rembrandt in Kassel so sehr, dass er sich von der Kunst der Antike und Renaissance abwandte und Rembrandt und dem 17. Jahrhundert zuwandte. 1902 erschien sein Buch über Rembrandt, das seinen Ruf begründete. Er sah in Rembrandt einen Protagonisten einer nordischen deutschen Kunst im Gegensatz zum Klassizismus der Renaissance. Er war stark an bodenständiger deutscher Gegenwartskunst interessiert und zuletzt auch an deutscher Kunst des Mittelalters.

1903/04 war er Lehrstuhlvertreter in Göttingen und ab 1904 war er ordentlicher Professor für Kunstgeschichte in Kiel als Nachfolger von Adelbert Matthaei.

1907 wurde er Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins. Er organisierte in Kiel viele Ausstellungen und war an der Umgestaltung der Aula der Universität und dem Neubau der Kunsthalle maßgeblich beteiligt , in der auch sein Institut und das Archäologische Institut Platz fand.

1911 wurde er ordentlicher Professor in Heidelberg, wo er 1929 emeritiert wurde. Kurz vor seinem Tod übersiedelte er nach Frankfurt.

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